Burlafingen steigt ab Württembergliga-Handballerinnen verpassen Relegationsplatz

Die Frauen der SG Burlafingen/Ulm spielen künftig nur noch in der Handball-Landesliga. Ludwigsfeld schafft trotz Abstiegs einen Teilerfolg. Und Lonsee verabschiedete sich eindrucksvoll in die Sommerpause.

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Eva Dahm (beim Wurf) bildete gemeinsam mit Verena Oberling den Burlafinger Offensivmotor. Trotzdem reichte es nicht für den Klassenerhalt. Foto: Lars Schwerdtfeger

Am Ende musste Trainer Peter Prinz doch ein paar Tränen trocknen: Lange hatte es so ausgesehen, als würde sich die SG Burlafingen/Ulm in der Handball-Württembergliga noch den Relegationsplatz sichern. Doch ein unkonzentrierter Beginn und schwache zehn Minuten in der zweiten Hälfte kosteten den möglichen Punktgewinn am Samstag im letzten Saisonspiel gegen den TSV Heiningen. Nach dem 21:25 (11:10) stand fest: Burlafingen ist abgestiegen und muss den Neubeginn in der Landesliga wagen.

Gegen Heiningen verschliefen die Burlafingerinnen zum wiederholten Mal die Anfangsminuten und lagen schnell mit 2:6 zurück. "So geht man nicht in ein Endspiel um den Relegationsplatz", ärgerte sich Prinz, schränkte zugleich aber ein, dass seine vielen jungen Spielerinnen noch keine Erfahrung im Abstiegskampf sammeln konnten. Angeführt von Eva Dahm und Verena Oberling fingen sich die Burlafingerinnen jedoch wieder und erkämpften sich nach dem 7:7-Ausgleich eine 11:10-Führung zur Pause.

Doch in der zweiten Hälfte zeigte die junge Prinz-Truppe erneut Nerven und scheiterte ein ums andere Mal vor dem Heininger Tor. Nach dem 17:20 fünf Minuten vor Schluss stellte Prinz auf eine offene Manndeckung um. Burlafingen stemmte sich bis zuletzte gegen den Abstieg, kam jedoch nicht mehr näher heran und kassierte noch einige Gegenstoßtore zum 21:25-Endstand.

Somit verbleibt der SC Lehr als einziger Vertreter aus der Region in der Württembergliga. Die Lehrerinnen verloren am Samstag ihr Spiel bei der MTG Wangen mit 23:28 (13:17). Dabei ließ der SC viele Torchancen ungenutzt und Wangen konnte seinen Vorsprung aus der ersten Halbzeit bis zum Ende des Spieles halten. Trotz allem hatten die Damen aus Lehr eine starke Abwehr und auch der Angriff ging insgesamt engagiert zu Werke.

Eine Klasse nach unten geht es auch für die TSF Ludwigsfeld. Dennoch schaffte der Landesligist mit dem 22:22 (10:12) beim Saisonabschluss vor heimischer Kulisse gegen die HSG Altbach/Plochingen noch einen versöhnlichen Abschluss. Die Ludwigsfelderinnen liefen zwar lange einem Rückstand hinterher, hatten in den Schlusssekunden den Siegtreffer in der Hand. Die Gästetorhüterin jedoch parierte den Wurf und sicherte dem Tabellenneunten im "Duell um die Goldene Ananas" einen Teilerfolg.

Die HSG Lonsee/Amstetten zeigte im letzten Landesligaspiel der Saison gegen die SG Unter-/Oberlenningen mit einem 24:13-Erfolg, dass sie den Klassenerhalt verdient hat. Schon Mitte der ersten Halbzeit konnte sich Lonsee durch erweiterte Gegenstöße einen 7:2-Vorsprung erspielen. Mit einer 11:5 Führung ging es in die Kabinen.

Danach trat die HSG wieder voll motiviert auf und kam durch ein schnelles Spiel zu guten Torabschlüssen. Ende der zweiten Halbzeit verwandelte Lonsee sieben Tore in Folge.

Beim SC Lehr II hingegen führte eine schlechte Chancenverwertung zu einer deutlichen 16:26-Niederlage im letzten Saisonspiel bei der HSG Oberer Neckar. Einzig Annika Schmid mit ihren sechs Toren und die beiden Torhüterinnen, bei denen Jugendspielerin Jessica Staudenmayer ihr Debüt in der Landesliga gab, konnten ihr Leistungsniveau ausschöpfen. Das Saisonfazit von Trainer Felix Hirsmüller war trotzdem positiv: "Wir konnten als Aufsteiger die Saison mit dem sechsten Tabellenplatz abschließen und haben nun noch die Möglichkeit als Favorit die Saison in zwei Wochen mit dem Bezirkspokalsieg zu krönen", sagte der SC-Coach. "Trotz der teilweise schlechteren Leistungen in der Rückrunde können wir damit auf eine sehr erfolgreiche Saison zurückblicken." kk

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