Blausteins Spielertrainer entscheidet spannendes Spitzenspiel

Ein ganz wichtiger Schritt Richtung Aufstieg ist dem TSV Blaustein am Samstag in der Württembergliga gelungen: Im Spitzenspiel vor heimischer Kulisse bezwangen die Blausteiner den TSV Zizishausen.

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Setzte den Siegtreffer in der Schlussminute: Jan-Marco Behr (links), Trainer und Spieler des TSV Blaustein.  Foto: 

In einer dramatischen Schlussphase hat der TSV Blaustein einen Big Point auf dem Weg in die vierte Handball-Liga geschafft. Im Spitzenspiel gegen den TSV Zizishausen sicherte sich das Team um Matchwinner Jan-Marco Behr einen 30:29-Erfolg und verwies damit die Gäste vom Samstag zugleich auf Platz zwei. Allerdings haben die Zizishauser (29:11 Punkte) ein Spiel weniger absolviert als die Blausteiner (31:11), ebenso der Dritte TSV Heiningen (27:13). Somit geht es an der Spitze auch vor dem Derby bei der HSG Langenau/Elchingen (Sa. 20/Pfleghofhalle) eng zu.

Genauso wie am Samstag im Spitzenspiel. Da sah es lange danach aus, als müsste sich der TSV im Duell um den Platz an der Sonne geschlagen geben. Nach einer Viertelstunde lag das Team um Coach Tim Graf und Spielertrainer Jan-Marco Behr mit 5:8 zurück. "Wir hatten vor allem mit den Schlagwürfen der Gäste Probleme und haben selbst viele freie Würfe vergeben", monierte TSV-Trainer Tim Graf. So führte Zizishausen im Blausteiner Lixpark zur Pause mit 16:12.

Doch die Blausteiner ließen sich nicht aus der Ruhe bringen und hielten an ihrer Taktik fest. Zudem bewies Graf ein glückliches Händchen und brachte Jannik Staiger auf Linksaußen, der mit vier Treffern ein starkes Spiel ablieferte. Prompt gelang ab der 40. Minute die Wende, als die Gäste immer wieder in Unterzahl gerieten und die Blausteiner die Lücken konsequent ausnutzten. So wurde aus dem 15:20 ein 18:20 und aus dem 19:22 der 22:22-Ausgleich. In den Schlussminuten wechselte die Führung ständig, und nach dem 29:29 war Blaustein in den letzten 60 Sekunden in Ballbesitz. Graf nahm seine letzte Auszeit. "Ich sagte, dass wir den Ball jetzt nicht mehr hergeben dürfen, damit wir mindestens einen Punkt behalten", erklärte der TSV-Coach. Doch dank Jan-Marco Behr, der nicht zum ersten Mal in dieser Partie Verantwortung übernahm und 15 Sekunden vor Schluss zum 30:29 einnetzte, gelang sogar die optimale Ausbeute: Neben den beiden Punkten gewann Blaustein gegen Zizishausen auch den direkten Vergleich, der im Aufstiegsrennen noch entscheidend sein kann.

Ohne Marco Mannes, Felix Junginger, Patrick Fischer, Sebastian Schmid und Simon Schorn und dadurch mit nur drei Auswechselspielern musste die HSG Langenau/Elchingen ihr Auswärtsspiel beim SKV Unterensingen bestreiten. Derart ersatzgeschwächt standen die Langenauer mit 27:40 (13:24) auf verlorenem Posten.

Der Beginn des Spiels verlief noch relativ ausgeglichen, Fabian Buntz gelang nach 13 Minuten der Treffer zum 5:8-Rückstand. Danach wurden jedoch die technischen Fehler und Ballverluste der HSG im Angriffsspiel von den Gastgebern durch viele Gegenstoßtore ausgenutzt. Beim Stand von 18:10 für Unterensingen in der 22. Minute bahnte sich ein Debakel für die Gäste an. Bis zur Halbzeit konnten die Gastgeber ihren Vorsprung sogar auf 24:13 ausbauen.

Nach der Pause änderte sich am Spielverlauf zunächst nichts. Der Langenauer Rumpfkader versuchte die Niederlage in Grenzen zu halten. Auf beiden Seiten bekamen nun vermehrt die jungen Spieler Einsatzzeiten. Über Rückstände von 20:36 und 25:38 ging es schließlich der 27:40-Niederlage entgegen. Für das Derby am kommenden Samstag gegen den neuen Spitzenreiter Blaustein werden mit Sebastian Schmid, Patrick Fischer und Simon Schorn zumindest wieder drei Spieler zurückerwartet.

Nicht viel besser als Langenau erging es dem TV Gerhausen bei der HSG Albstadt. Trotz einer starken Torhüterleistung von Rick Leyrer kamen die Gäste vom Blautopf nicht über eine 24:31-Niederlage hinaus. Dabei führten die Gerhauser nach einer guten ersten Halbzeit noch mit 16:14. Zu viele technische Fehler machten es allerdings den Gastgebern leicht, Tore zu erzielen. In Summe warfen die Gerhauser nur acht Tore in den zweiten 30 Minuten, das reichte natürlich nicht für einen Punktgewinn.

Am Sonntagabend schließlich wusste der SC Vöhringen nicht, ob er sich nach dem 32:32 (17:11) gegen den Dritten TSV Heiningen vor heimischer Kulisse freuen oder ärgern sollte. Denn bis zum 31:29 fünf Minuten vor Schluss sah nach einer starken Leistung vor allem von André Bluhm und Valentin Istoc alles nach einem Vöhringer Überraschungserfolg aus. Doch dann erhielten die Gäste drei Siebenmeter hintereinander und nutzten diese noch zum Ausgleich im letzten Moment. Kein Wunder, dass die Vöhringer den Schiedsrichtern eine Mitschuld am Punktverlust im Abstiegskampf gaben.

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