Blausteins Handballer blicken gespannt auf die neue Saison

Verantwortung übernehmen, dabei aber den Spaß nicht verlieren: Das gilt für die Handballer des TSV Blaustein in der neuen Saison. Vor allem für die jungen Wilden.

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Beim diesjährigen Mannschaftsshooting des TSV Blaustein drehte sich alles um Licht und Schatten. In der kommenden Spielzeit gilt erneut der Klassenerhalt als das große Saisonziel.  Foto: 

Wenige Tage vor dem Saisonbeginn am kommenden Samstag (20 Uhr) gegen den TSV Weinsberg kommen die Handballer des TSV Blaustein mächtig ins Schwitzen. Der Kader feilt an den letzten Feinheiten im Spielerischen und an der Taktik. Doch nicht nur auf dem Feld müssen die Blausteiner alles geben, auch beim Foto- und Videoshooting für die neue Saison hat das Trainer Duo Jan-Marco Behr und Tim Graf den Spielern eingeheizt: Unter dem Titel „Wir spielen mit dem Licht ... Licht aus, Spot an – unsere Helden am Ball in der Saison 2017/18“ stand das ganze Team vor der Kamera und den glühenden Lichtstrahlern.

Locker und lachend, ernst und kämpferisch: Viele verschiedene Gesichter mussten die Spieler dem Mann hinter der Kamera, Andreas Maretzek, zeigen. Genau dies soll die kommende Spielzeit widerspiegeln: Auf der einen Seite soll gekämpft, alles aus sich heraus­geholt werden, andererseits darf auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

Fleißige Keeper

Gedreht wurde auf der Bühne in der Blautalhalle. Alles abgedunkelt. Zwei schwarze Kulissen, nur die Strahler liefern Licht. Aus dem Schatten ins Scheinwerferlicht herauszutreten galt es bei den Videosequenzen ebenso wie künftig in der neuen Runde.

Viele junge Spieler galt es in der Vorbereitung in die Mannschaft zu integrieren. Nach den Abgängen gestandener Akteure müssen diese nun zeigen, was sie können und Verantwortung übernehmen. Das gilt insbesondere für die Torhüter, die nach dem Abgang von „Mister Zuverlässig“ Adi Konkel in große Fußstapfen treten. „Daniel Knippenberg, Lars Wittlinger und Yannick Ruhland wissen um ihre Bedeutung und haben extra zwei Wochen früher mit dem Training begonnen“, erklärt Behr. Zudem haben sie den langjährigen Spieler Thomas Baumgart als Torwarttrainer gewinnen können.

Bis zu sechsmal in der Woche trainierte der Viertligist in der Vorbereitung, bis zu viermal wöchentlich wird während der Saison geackert. Die Torhüter bekommen wöchentlich eine individuelle Trainingseinheit. Und am Wochenende stehen natürlich Spiele auf dem Programm. Schließlich geht es erneut meist im Fern-Vergleich und zweimal im direkten Duell mit der TSG Söflingen um den Titel „Platzhirsch in der Handballregion“.

Apropos Söflingen: Sind die Blausteiner von deren Verpflichtungsfleiß beeindruckt? „Ich schätze die TSG nicht viel stärker ein als vergangenes Jahr“, formuliert es Graf, „das wird wieder ein Duell auf Augenhöhe.“ Nach dem Ausfall von Lucas Barthel sind seine Erwartungen in Sachen Endplatzierung allerdings etwas gedämpft: „Weil wir jetzt wohl wieder ohne Linkshänder im Rückraum spielen müssen, sind wir schon froh, wenn wir den Klassenerhalt frühzeitig unter Dach und Fach bringen.“

Willkommene Abwechslung

Um dieses Ziel zu erreichen, wurde selbst vor dem Foto- und Video-Shooting trainiert. Im Anschluss kamen die Herren frisch geduscht in die bereits wohltemperierte Blautalhalle, um erneut zu schmoren. Doch diese Strapazen nehmen die Spieler und das Trainerteam rund um Tim Graf und Jan-Marco Behr gerne auf sich. So ein Shooting bringt Abwechslung in den Trainingsalltag und ist auch eine Art Teambildungs-Maßnahme, um die „Neuen“ weiter einzubinden.

Während sich die einen vor den heißen Strahlern bewegen und dabei vor der Kamera posen oder sich den Schweiß von der Stirn wischen, sitzen die anderen mit einem Stück Pizza und einem kühlen Getränk vor der Halle oder bereiten sich auf ihre eigenen Aufnahmen vor und stehen vor dem Spiegel, richten sich die Haare, zupfen das Trikot zurecht. Denn auch das gehört zu einem professionellen Shooting dazu: Gutes Aussehen. Und das war vielen wichtig. Denn am Ende begleiten die Fotos und das Video die Mannschaft die ganze Saison.

Den großen Aufwand – mit Auf- und Abbau plus Shooting der zweiten Mannschaft dauert der Tag für das Media-Team des TSV rund 15 Stunden – betreiben die Blausteiner aber nicht nur, um ihre Spieler bei Laune zu halten. Es geht auch darum, im Internet auf sich aufmerksam zu machen. Kaum ein Baden-Württemberg-Oberligist macht sich so viel Arbeit. Aber es scheint sich zu lohnen.

Durch die Fotos und das Video werden Sponsoren angesprochen, bei Neu-Verpflichtungen könnte eine gut geführte Medienpräsenz das letzte Prozent Unterschied zu anderen Vereinen auf dem gleichen Niveau ausmachen. Und davon gibt es schließlich viele.

Abgänge Adalbert Konkel (TV Brenz), Niklas Kiechle (Karriereende), Alexander Henze (SC Vöhringen), Tobias Meiners, Kay Rosenkranz (beide zweite Mannschaft).

Zugänge Lucas Barthel (VfL Günzburg), Joshua Hoßfeld (U 19 TV Bittenfeld), Daniel Knippenberg (SG Ulm/Wiblingen), Lars Wittlinger (U 19 Frisch Auf Göppingen), Jannis Grasser, Tobias Weiler, Rupert Wieja (alle zweite Mannschaft).

Kader, Tor: Knippenberg, Yannik Ruhland, Wittlinger. Rückraum: Barthel (verletzt), Jan-Marco Behr, Hoßfeld, Ulas Öz, Patrick Rapp, Steffen Spiß, Tobias Weiler. Außen: Philipp Frey, Marcel Glück, Markus Hellmann, Christoph Spiß, Grasser, Jannik Staiger (verletzt). Kreis: Jakob Werner, Wieja.

Trainer Tim Graf, Jan-Marco Behr,
Thomas Baumgart.

Saisonziel Nichts mit dem Abstieg zu tun haben.

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