Auf der Suche nach dem rettenden Ufer

Württembergligist TV Gerhausen startet am Sonntag mit dem richtungsweisenden Spiel in Herbrechtingen. Neu-Coach Joachim Trinkner kann auf Daniel Bux zurückgreifen, der zuletzt Schulter-Probleme hatte.

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Nach seiner Verletzung im Pokalspiel hat sich TVG-Rückraumschütze Daniel Bux wieder fit gemeldet.  Foto: 

Was für ein Hallo: Am Donnerstagabend haben sich die Handballer des Württembergligisten TV Gerhausen nach längerer Zeit wieder einmal alle gesehen. Die letzten Wochen vor dem Saisonstart verliefen für die Truppe vom Blautopf personell gesehen nicht optimal, zumal wie berichtet vor dem ersten Punktspiel am Samstag (19.30 Uhr) beim „Ebenso-Beinahe-Absteiger“ SG Herbrechtingen noch zahlreiche wichtige Spieler im Sommerurlaub weilten.

Wie bekannt war der K.o. in der ersten HVW-Pokal-Runde beim Landesligisten Grabenstetten nachvollziehbar. Für Neu-Trainer Joachim Trinkner ist das Ausscheiden kein Problem. „Die Jungs haben in der Vorbereitung echt super mitgezogen – zu hundert Prozent!“, meint der Handball-Fachmann aus Bad Saulgau, der den langjährigen Coach Thomas Weberruß beerbte.

Trinkner selbst, zuletzt im Tuttlinger Raum tätig, nimmt ein Riesen-Pensum auf sich, um mit dem TVG so früh wie möglich die Klasse zu sichern. 68 Kilometer einfach fährt der frühere Drittliga-Spieler vom Wohnort zum Training. „Alle hoffen, dass es nicht so eng wird wie in der vergangenen Saison“, sagt er mit Verweis auf die schlimme Zitter-Runde 2016/17, „das Ziel ist klar: So schnell wie möglich nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben.“

Wie TVG-Insider erzählen, so hat sich Trinkners Vorgänger Weberruß aktuell aus dem Handball-Geschehen komplett zurückgezogen und sei eher auf einem Golf-Platz anzutreffen. Trinkner selbst jedenfalls hat „Webse“ jedenfalls auch noch nicht angetroffen.

Personell aufrüsten konnte der TVG nicht großartig, auch der neue Coach hat keinen Neuzugang mitgebracht. Daher freut es ihn umso mehr, dass der im Pokalspiel in Grabenstetten angeschlagene Rückraumspieler Daniel Bux gegen Herbrechtingen nach seiner Schulterverletzung wieder einsatzbereit ist. Der 47-jährige Trinkner, von Beruf Sonderpädagoge, weiß zwar um den schwierigen Saisonauftakt, ist aber recht zuversichtlich, weil das gesamte Umfeld unterhalb vom Rusenschloss passt: „Im Gesamtverein bin ich toll aufgenommen worden, das Familiäre ist einfach positiv.“

Berits am 7. Oktober kommt es in der Württembergliga zum Aufeinandertreffen zwischen dem TV Gerhausen und Trinkners Heimat-Klub Bad Saulgau. Wem der Trainer die Daumen drückt? „Klar dem TVG“, lässt er keine Zweifel.

Gelegentlich schaffen Talente aus der Region den Sprung in höherklassige Handball-Vereine. Zwei Nachwuchskräften ist dies jetzt schon gelungen: Marko Steck (Elchingen) und Louis Dück (Langenau) gehören zum Kader des A-Junioren-Bundesligisten VfL Günzburg, der am Sonntag (17 Uhr) den Saison-Auftakt gegen Frisch Auf Göppingen bestreitet. Vor vier Jahren wurde bei dieser Paarung in der heimischen Rebayhalle ein Zuschauerrekord (1300) für die Junioren-Bundesliga aufgestellt. Der VfL muss sich auf starke Gegner einstellen: Acht von insgesamt zwölf Teams sind Nachwuchskader von Erstligisten, darunter die Rhein-Neckar Löwen. swp 

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