Handball: Erst fünf Söflinger Punkte aus neun Spielen in fremden Hallen

Auswärts will es bei den Söflinger Handballern nicht so recht klappen. Nach einer schlechten ersten Hälfte musste sich die TSG in der Regionalliga auch dem Abstiegskandidaten Rimpar geschlagen geben.

Mit einer ebenso bitteren wie unnötigen 26:27-Niederlage im Gepäck kehrten die Regionalliga-Handballer der TSG Söflingen aus Rimpar zurück. Beschweren konnten sich die Söflinger über das verlorene Spiel nicht, hatten sie die erste Hälfte doch völlig verschlafen. Als positiven Aspekt verzeichnete Manager Ulrich Gebhard "die grandiose Aufholjagd" im zweiten Durchgang. Wobei es ihm lieber gewesen wäre, wenn diese erst gar nicht nötig geworden wäre.

Doch in unschöner Regelmäßigkeit finden die Söflinger auswärts nicht ins Spiel - so auch bei der akut abstiegsbedrohten SG DJK Rimpar. "Die erste Halbzeit steht außerhalb jeder Diskussion", ärgerte sich Gebhard auch noch am Tag nach dem Spiel. 5:13 Punkte in fremden Hallen sind wahrlich nicht berauschend, und lassen die TSG immer wieder bedrohlich nah an einen Abstiegsplatz rutschen.

Das weiß auch Trainer Mike Wolz: "Wir müssen sicherlich mal auswärts punkten." Zwar bekleckere sich auch die Konkurrenz auf fremden Plätzen nicht mit Ruhm, aber "ein bisschen mehr dürfte es schon sein", gesteht Wolz. Zuversicht schöpft er aus der Heimstärke seines Teams, das in der Kuhberghalle bisher 15:3 Punkte holte. "Wenn wir die Heimspiele gewinnen, reicht es zum Klassenerhalt - und das ist unser Ziel", sagt Wolz.

Doch es ist schon verwunderlich, dass die Söflinger vor eigenem Publikum engagiert ins Spiel gehen, während es auswärts - zumindest in Hälfte eins - fast an allem hapert. "Uns fehlte in Angriff und Abwehr der Kampfeswillen", sagte Wolz nach dem Rimpar-Spiel. Statt mit Zug zum Tor, wurde zu viel quer gespielt und wurden zu viele Fehler produziert. Das muss sich ändern, soll in der anstehenden Partie gegen die HSG Konstanz die Heimserie ausgebaut werden.

Ein Problem ganz anderer Art gilt es derweil für Gebhard zu lösen. Mit Miroslav Ilic hat bislang nur ein Rückraumspieler für die kommende Spielzeit zugesagt. "Wir sind glücklich, dass Miro bleibt. Er wird sich in der nächsten Saison sicherlich weiter verbessern", freut sich Wolz. Doch wer an der Seite des 26-Jährigen auflaufen wird, ist ungewiss. Bei Jan-Marco Behr wartet die TSG ungeduldig auf ein Zeichen, ob der 21-Jährige nun bleibt oder nach höheren Aufgaben strebt. Und auch Janis Bauer hat sich noch nicht entschieden, für wen er nächste Saison auflaufen wird. "Im Rückraum haben wir auf jeden Fall Handlungsbedarf", sagt Gebhard. Gespräche mit möglichen Neuzugängen würden bereits geführt. "Wir sind noch früh dran", bleibt Wolz locker, was die momentane Kaderplanung betrifft.

Entwarnung gab es derweil bei Kreisläufer Philipp Eberhardt, der gegen Rimpar auf den Ellbogen gefallen war. Der Verdacht, dass der Knochen verletzt ist, bestätigte sich glücklicherweise nicht. Trotzdem wird der 23-Jährige gegen Konstanz wohl nicht spielen können. eb


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