Zauberwort "ablösefrei"

Bis auf Hertha BSC Berlin hielten sich meisten Fußball-Zweitligisten sich bei den Transfers bisher zurück: Die Kassen lassen kaum teure Neuzugänge zu. Am Freitag startet die neue Saison.

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Sami Allagui (Mitte) wechselte für 1,6 Millionen Euro nach Berlin. Foto:Imago

Während die Renommierklubs der 1. Fußball-Bundesliga auch in Zeiten der Euro-Krise für Neuzugänge tief in die Tasche greifen, drehen die Vereine der zweiten Liga jeden Cent doppelt um. Knapp sechs Millionen Euro haben die Klubs in die Hand genommen - vor der vergangenen Saison waren es noch fast neun Millionen.

Insbesondere Hertha BSC untermauerte mit bekannten Namen seine Ambitionen. Die Hauptstadt balzte, und die Bundesliga-Prominenz erlag dem Lockruf: Sami Allagui kam aus Mainz für 1,6 Millionen Euro, Peer Kluge ebenso ablösefrei von Schalke 04 wie Sandro Wagner von Werder Bremen. "Mit unseren Neuverpflichtungen haben wir uns perfekt verstärkt", sagte Trainer Jos Luhukay zufrieden: "Für mich ist Hertha ein Erstligist."

Auch der 1. FC Köln will zurück in Liga eins. Die finanzielle Situation ist aber angespannt, das Sparschwein gab für Neuverpflichtungen kaum etwas her. Dabei hat der FC etwa 13 Millionen Euro für die tränenreiche Trennung von Idol Lukas Podolski kassiert. Trainer Holger Stanislawski fasste es auf seine eigene Art zusammen: "Hochverschuldet und hochmotiviert" sei sein neuer Klub. Etliche teure Leistungsträger wie Geromel, Michael Rensing oder Milivoje Novakovic sollen den Klub noch verlassen.

Ähnlich wie in Köln ist die Situation bei Mitabsteiger 1. FC Kaiserslautern. Na klar, auch die Pfälzer wollen in der kommenden Saison wieder angreifen. "Wir wollen wieder in die erste Liga zurückkehren, das ist unser erklärtes Saisonziel", sagte Trainer Franco Foda - den finanziellen Großangriff kann sich der FCK aber nicht leisten. Immerhin holte der Vorstandsvorsitzende Stefan Kuntz für etwa eine Million Euro Mohamadou Idrissou, der in der vergangenen Zweitliga-Saison 14-mal traf. Alle anderen Transfers kamen ohne Gebühr.

"Ablösefrei" heißt das Zauberwort der meisten Zweitliga-Manager in dieser Wechsel-Periode. Traditionsklub VfL Bochum, die Überraschung der vergangenen Saison, der SC Paderborn, oder Aufsteiger SV Sandhausen - überall steht bei den Ausgaben die Null.

Vergleichsweise offensiv agieren der FC St. Pauli und 1860 München auf dem Transfermarkt. St. Pauli machte Carlos Zambrano von Schalke 04 für etwa 750 000 Euro fest. 1860 lockte den griechischen EM-Teilnehmer Grigoris Makos nach München. Die beiden Klubs wollen ab Freitag die Bundesliga-Absteiger in Bedrängnis bringen.

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