Trotz VfL-Transfers: Ismael bleibt angespannt

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Valérien Ismaël testete in der Partie gegen den FC Sion das 4-2-3-1-System. Foto: Pascu Mendez

Der Druck ist immer noch da, das merkt man Valérien Ismaël an. Der Trainer des Fußball-Bundesligisten VfL Wolfsburg ist im Trainingslager im spanischen La Manga extrem fokussiert und wirkt mitunter verbissen.

„Alles, was wir jetzt machen, muss sitzen“, sagte der 41-Jährige im Interview der Deutschen Presse-Agentur. Ismaël weiß: Geht der Neustart in zehn Tagen gegen den Hamburger SV und eine Woche später gegen Augsburg schief, sind die Diskussionen sofort wieder da. „Ein Verein wie Wolfsburg kann nicht zufrieden sein, wenn man zu wenig Punkte hat. Ich bin auch nicht zufrieden“, gestand er. „Die Lage bleibt kritisch, aber wir schauen optimistisch in die Zukunft“ ergänzte Ismael, bevor der VfL am Dienstag zum Abschluss des Trainingslagers ein Blitzturnier gegen den Schweizer Erstligisten FC Sion (2:1) und den Zweitligisten FC Erzgebirge Aue (0:0) gewann.

Zum Ende der Hinserie stand Ismaël bereits vor der Ablösung. Der Nachfolger des im Oktober beurlaubten Dieter Hecking gewann indes die letzten beiden Spiele im vergangenen Jahr und blieb damit im Amt. Mit teils hoch intensiven Einheiten in Spanien will Ismaël sein Team möglichst topfit in die Rückrunde schicken. „So in der Form habe ich das auch noch nie erlebt“, sagte Nationalstürmer Mario Gomez zum Training Ismaëls, über das kein Spieler ein negatives Wort verlor. „Wir sind nicht in einer Situation, in der alles gut läuft. Wir haben keine Zeit, zu schauen, wie sich alles entwickelt“, sagte Ismaël zu seiner Vorbereitung.

Was ihm Hoffnung macht, sind die strukturellen Veränderungen beim Volkswagen-Club in der Winterpause und vier Winter-Zugänge für zusammen rund 30 Millionen Euro. Während des an diesem Mittwoch endenden Trainingslagers machte der VfL Manager Olaf Rebbe auch offiziell zum Sportchef und damit zum Nachfolger des im Dezember geschassten Klaus Allofs. „Es war klar, dass unser Weg korrigiert werden muss“, betonte Ismaël.

Damit dürfte in erster Linie auch die Trennung von Julian Draxler gemeint sein. Der Weltmeister wurde in anderthalb Jahren in Wolfsburg nie glücklich und spielte schlecht. Weihnachten durfte der 23-Jährige für mindestens 42 Millionen Euro zu Paris St. Germain wechseln. Für seine Position holte Rebbe den Franzosen Paul-Georges Ntep. „Der Konkurrenzkampf um ihn war gewaltig. Olaf hat überragende Arbeit bis zum Schluss geleistet“, lobte Ismaël den Fünf-Millionen-Euro-
Transfer.

Einen weiteren Problemfall löste das Duo Rebbe/Ismaël mit der Verpflichtung des Mainzers Yunus Malli für 12,5 Millionen Euro. Der türkische Nationalspieler ist als Alternative für den Dauerverletzten Daniel Didavi vorgesehen. „Er ist ein Spieler, der durch Einzelaktionen, durch seine Passqualität und über Standardsituationen den Unterschied machen kann. Er hat die Genialität in seinem Spiel“, befand Ismaël. Damit sind die Personalplanungen beim VfL fürs Erste abgeschlossen. „Die Dinge, die wir uns vorgenommen haben, haben wir umgesetzt“, bekräftigte Rebbe.

In der aktuellen Besetzung wollen die Niedersachsen in der Rückrunde noch einmal angreifen. „Es gibt viele Anzeichen, dass wir jetzt auf dem richtigen Weg sind“, sagte Ismaël. Zuvor hatte bereits Gomez versprochen: „Wir werden eine bessere Rückrunde spielen.“

Trainerteam VfL Wolfsburg

Verpflichtung Ntep

Verpflichtung Malli

Bazoer-Verpflichtung

Osimhen-Vorstellung

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