VfB Stuttgart erkämpft sich auf Schalke ein 1:1

Nach fünf Siegen hintereinander hat der VfB Stuttgart in der Bundesliga die ersten Punkte in diesem Jahr eingebüßt. Der eine Zähler beim 1:1 (0:1) am Sonntagabend auf Schalke war allerdings absolut verdient.

SID/EB |

Auch von einem frühen Rückstand beim FC Schalke 04 hat sich der VfB nicht aus dem Konzept bringen lassen. Für die offensiv ausgerichtete Mannschaft von Trainer Jürgen Kramny endete beim 1:1 (0:1) zwar nach fünf Bundesliga-Erfolgen hintereinander die Siegesserie, doch mit dem hart erkämpften einen Punkt am Sonntagabend und jetzt 28 Zählern nähern sich die Stuttgarter weiter dem Klassenerhalt, der erfahrungsgemäß bei etwa 35, 36 Punkten sicher sein dürfte. Und: Der VfB ist jetzt schon seit acht Punktspielen ungeschlagen.

Die "Königsblauen" verpassten mit dem Unentschieden den Sprung auf einen Champions-League-Platz. Winter-Neuzugang Younes Belhanda erzielte mit seinem zweiten Bundesliga-Tor das frühe 1:0 für die Gelsenkirchener (14.). Dem in der 71, Minute eingewechselten Martin Harnik gelang drei Minuten danach das 1:1 für den VfB.

"Wir haben das Gegentor etwas unglücklich bekommen, sind dann aber gut ins Spiel zurückgekommen. Der Ausgleich war verdient. Jetzt haben wir ein ordentliches Polster nach hinten, gucken aber noch nicht nach oben", sagte VfB-Stürmer Timo Werner, für den nach 67 Minuten der Ukrainer Artem Kravets eingewechselt worden war. Die Schalker kamen mit der ersten gefährlichen Torszene zum 1:0. Nach einem Pass von Belhanda scheiterte Alessandro Schöpf noch an VfB-Keeper Przemyslaw Tyton, ehe der Marokkaner selbst den Ball ins Netz köpfte. Mit einem doppelten Überschlag feierte die Leihgabe von Dynamo Kiew den Kopfballtreffer.

Trainer André Breitenreiter hatte Torjäger Klaas-Jan Huntelaar nach der 88-minütigen Denkpause beim 0:0 in der Europa League bei Schachtjor Donezk zurück in die Startelf geholt. Sein Debüt in der Anfangsformation gab Schöpf, der in der Winterpause für fünf Millionen Euro vom 1. FC Nürnberg kam. Jungstar Leroy Sané, zunächst nur auf der Bank, kam nach 22 Minuten doch ins Spiel. Der 20-Jährige ersetzte den verletzten Eric Maxim Choupo-Moting.

Im zentralen Mittelfeld setzte VfB-Coach Kramny im Vergleich zum 2:0 gegen Hertha BSC wieder auf Daniel Didavi, der am Sonntag seinen 26. Geburtstag feierte, statt Alexandru Maxim. Auch nach dem Rückstand bestätigten die Stuttgarter mit schnellen geradlinigen Angriffen ihre starke Form der vergangenen Wochen. Allerdings war spätestens bei Torwart Ralf Fährmann Endstation, der schon gegen VfB-Kapitän Christian Gentner (6.) einen frühen Rückstand verhindert hatte.

Die Schalker, vor der Pause immer mehr in die Defensive gedrängt, meldeten sich in der zweiten Hälfte vorm VfB-Tor zurück. Erst verfehlte Joel Matip mit einem Kopfball das Ziel (46.), dann scheiterte Huntelaar an Tyton (54.).

Heidel kommt, Heldt muss gehen

Grünes Licht Der Aufsichtsrat des FC Schalke 04 hat der Verpflichtung des Mainzer Managers Christian Heidel zur kommenden Saison zugestimmt. Bei dem Votum am Sonntag in dem elfköpfigen Gremium mit dem Vorsitzenden Clemens Tönnies gab es die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit. Zuvor hatte der 52 Jahre alte Heidel sein Konzept vorgestellt. Damit steht dem Wechsel von Heidel, der den scheidenden Sportvorstand Horst Heldt auf Schalke ablösen soll, nichts mehr im Wege. Lediglich vertragliche Details müssen offenbar noch geregelt werden. Eine wichtige Voraussetzung für Heidel war nach 24 Jahren bei Mainz, dass bei den Rheinhessen ein geeigneter Nachfolger für ihn gefunden ist: Werder Bremens Sportdirektor Rouven Schröder, 40, ist der Wunschkandidat.

 

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