VfB-Trainer Jürgen Kramny ist überzeugt: Wir sind gewappnet

Neus Selbstvertrauen mit dem neuen Trainer, zwei wichtige neue Spieler und ein erneuter Versuch, den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga zu schaffen. Der VfB Stuttgart macht es vier Dekaden nach dem ersten und einzigen Abstieg 1975 wieder spannend. Das Zittern ist nicht neu.

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Die Erfahrung, die Allrounder Kevin Großkreutz und der ukrainischer Nationalstürmer Artem Kravets mitbringen, kann für Jürgen Kramnys Team entscheidend sein. "Sie können uns in der Rückrunde definitiv weiterhelfen", sagt der 44-Jährige, der vor Weihnachten zum Chefcoach befördert worden ist. Seine Prognose für Teil zwei der Saison: "Wir sind gut gewappnet. Ich bin davon überzeugt, dass der Kader die nötige Qualität hat."

Für Fehlstarts zu Rundenbeginn ist der VfB inzwischen berüchtigt. Unter Kramnys Vorgänger Alexander Zorniger hatten die Stuttgarter eine katastrophale Abwehrbilanz und waren nach acht Spieltagen (mit nur vier Punkten) zum ersten Mal in dieser Saison Tabellenletzter.

Zum zweiten Mal dann nach dem 0:0 bei Kramnys Ex-Klub Mainz 05 am 16. Spieltag. Da spielte der VfB nach fünf Spielen mit 13 Gegentoren allerdings erstmals wieder zu Null und feierte danach zum Vorrundenabschluss einen nicht erwarteten 3:1-Heimsieg gegen Wolfsburg.

Der sicherte die Weiterbeschäftigung Kramnys, dem es gelungen ist, die nötige defensive Grundordnung zu schaffen. Trotzdem war die Tendenz bisher nur leicht ansteigend. Und mit den ebenfalls ohne Bundesliga-Erfahrung angetretenen Trainern Jens Keller, Thomas Schneider und Zorniger hatte der VfB alles andere als den gewünschten Erfolg.

Ob sich Kramny nicht noch einreiht und doch ein weiterer Trainer gesucht werden muss, entscheidet vor allem auch der Start ins Fußballjahr 2016. Los geht es am Samstag (15.30 Uhr) beim 1. FC Köln, der die Stuttgarter zu Saisonauftakt mit 3:1 geschockt hatte. Auf andere Art ominös ist das erste VfB-Heimspiel am 30. Januar (18.30 Uhr): Dann gastiert der unter dem Stuttgarter Ex-Trainer Bruno Labbadia erstarkte Hamburger SV auf dem Wasen. 2:3 hatten die "Roten" das Hinrunden-Duell verloren. Bernd Wahler hofft auf die Wende. Allerdings warnt der VfB-Präsident: Eine langjährige Abwärtsspirale zu stoppen, sei schwer. "Sie in einen stabilen Aufwärtstrend zu verwandeln, ist noch schwerer." Und: Das setzt den Klassenerhalt voraus.

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