Ungewöhnlich ruhiges Duell der Star-Trainer in Manchester

Pep Guardiola hat in England das erste Duell mit seinem Erzrivalen José Mourinho gewonnen. Manchester City besiegte United im Stadtderby mit 2:1.

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  • Pep Guardiola führt mit Manchester City ungeschlagen die Tabelle an. 1/2
    Pep Guardiola führt mit Manchester City ungeschlagen die Tabelle an. Foto: 
  • José Mourinho gab dem Schiedsrichter eine Mitschuld an der Pleite. 2/2
    José Mourinho gab dem Schiedsrichter eine Mitschuld an der Pleite. Foto: 
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Als der von großem Bohei begleitete Trainer-Showdown an Pep Guardiola gegangen war, folgte eine oberflächliche Umarmung der beiden Erzrivalen ohne erkennbare emotionale Regung. Nach einer Einladung zu einem gemeinsamen Glas Rotwein mit José Mourinho sah es jedenfalls nicht aus, wenngleich im Manchester-Derby beim 2:1 (2:1) von City bei United altbekannte Scharmützel ausgeblieben waren.

„Ich will, er will gewinnen“, sagte Guardiola danach unaufgeregt: „Ich habe ihn geschlagen, er hat mich schon geschlagen und wird es auch in Zukunft tun. Wir sind erwachsen, wir sind uns zwar nicht immer einig, aber das gehört dazu.“ Von tiefer Genugtuung oder Häme nach seinem bisher wichtigsten Sieg als City-Coach war nichts zu vernehmen.

Drei Jahre lang hatte die Fußball-Welt zuvor auf den nächsten Akt der Trainer-Dauerfehde gewartet. Guardiola und Mourinho hatten ihre Abneigung ja in Spanien auf die Spitze getrieben, die Duelle zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid boten zu der Zeit regelmäßig Zündstoff. Im Old Trafford trennten beide Coaching-Zonen am Samstag nur 80 Zentimeter, doch das genügte als Puffer.

Mourinho arbeitete sich nach der schmerzhaften Niederlage an Schiedsrichter Mark Clattenburg ab. Der habe im zweiten Durchgang zu Unrecht nicht auf Elfmeter und Rote Karte entschieden, als der neue ManCity-Torwart Claudio Bravo und ManUnited-Stürmer Wayne Rooney aneinandergeraten waren: „Es war offensichtlich, Mark hat einen großen Fehler gemacht. Es wäre die Chance auf das 2:2 gewesen.“

Zuvor hatte der überragende Kevin De Bruyne (15.) schon einmal getroffen und Kelechi Iheanacho (36.) einen Pfostenschuss des früheren Wolfsburgers im Nachsetzen zum 2:0 genutzt. Es war dem Zufall in Form eines dicken Patzers von Bravo zu verdanken, dass Zlatan Ibrahimovic (42.) die Red Devils wieder herangebracht hatte. Nachher aber, als Leroy Sané noch zu seinem City-Debüt kam, musste Guardiola ganz schön schwitzen. „Die zweite Halbzeit war schwierig, aber die Jungs haben Herz“, sagte der Ex-Bayern-Trainer, der nach vier Siegen aus vier Spielen der Premier League morgen Borussia Mönchengladbach in der Champions League empfängt. 

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