Üppiges Weihnachtsgeld in Marokko

Der FC Bayern möchte das bestätigen, was in diesem Jahr praktisch jeder Experte sagte: Die Münchner sind die Nummer eins der Welt. Bei der Klub-WM will der Rekordmeister ein Jahr der Superlative krönen.

|
Franck Ribéry (links) und Dante können sich ungestört einspielen für die erste Partie bei der Klub-WM gegen das chinesische Team Guangzhou Evergrande. Foto: dpa

Bester in Deutschland, Bester in Europa - und auch wirklich der Beste in der Welt? Der FC Bayern München will sich zum Abschluss eines Jahres der Superlative zur absoluten Nummer eins krönen. Die Mission: Nach Triple und europäischem Supercup muss bei der ungewöhnlichen Expedition nach Marokko Trophäe Nummer fünf her. "Unsere Mannschaft wird sicherlich alles reinschmeißen, um auch diesen Titel zu gewinnen", versprach Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Für Bayern-Präsident Uli Hoeneß würde ein weiterer Erfolg nach den vielen Pokalen und Titel-Partys in den "Trend" passen. Ein Sieg der unersättlichen Bayern gegen den chinesischen Meister Guangzhou Evergrande mit Italiens Weltmeistertrainer Marcello Lippi ist im Halbfinale am heutigen Dienstag (20.30 Uhr/ARD) in Agadir fest eingeplant. "Für das Vereinsmuseum wäre es super, diesen Titel zu holen", betonte Trainer Pep Guardiola schon. Der Spanier triumphierte mit dem FC Barcelona gleich zweimal bei dem in Südamerika höher als in Europa geschätzten Wettbewerb. "Das ist einer der Titel mit dem meisten Prestige."

Der Starcoach soll das veredeln, was Jupp Heynckes mit dem Triple erst möglich machte. "Für viele Spieler ist es die erste Klub-WM überhaupt. Sie werden heiß sein", versicherte Guardiola, der am Montagabend vor den Chinesen warnte. Zwar sei der FC Bayern Favorit, aber Mannschaften mit italienischen Trainern seien immer eine Gefahr, mahnte der Spanier und empfindet das Duell gegen Lippi als eine "Ehre".

Hochmotiviert - und ebenfalls gewarnt - sind seine Profis auch für die Achtelfinal-Aufgabe in der Champions League: Gegner ist dort wie im Vorjahr Premier-League-Spitzenreiter FC Arsenal um die Nationalteam-Kollegen Lukas Podolski, Mesut Özil und Per Mertesacker.

Nationaltorwart Manuel Neuer machte deutlich, man wolle sich durch den nächsten Titel "wirklich" zur Nummer eins der Welt machen, wünschte sich der Keeper. "Das wäre ein krönender Abschluss von so einem Jahr, wie wir es 2013 hatten", hob auch Philipp Lahm hervor. Als der FC Bayern 2001 den Vorgänger-Wettbewerb Weltpokal zum dritten Mal nach Deutschland holte (Bayern 1976 und Dortmund 1997), erlebte Lahm das von Sammy Kuffours Treffer entschiedene Finale in Tokio noch zu einer "komischen Uhrzeit" vor dem TV. Diesmal ist der Zeitunterschied nur eine Stunde.

"Es ist ganz gut für uns, dass wir nicht nach Japan fliegen müssen. Wir haben keine große Zeitumstellung", sagte Neuer mit Blick auf das Turnier, das schon sechsmal in Japan stattfand. "Es ist kein Zeitunterschied, das könnte ein kleiner Vorteil für uns sein", erklärte auch Guardiola. Der Spanier hofft "auf ein Finale gegen Ronaldinho". Dessen Team Atletico Mineiro trifft im anderen Semifinale auf Raja Casablanca.

Ein Erfolg der in allen Bereichen boomenden Münchner beim Turnier in Agadir und Marrakesch, wo am Samstag das Finale stattfindet, wäre ein großer "Imagegewinn", wie der 2001 im Weltpokal siegreiche Trainer Ottmar Hitzfeld betonte: "Eine neue Stufe auf der ganzen Welt." Dazu geht es um einen "Haufen Geld", so Lahm. Der Gewinner darf sich über 3,65 Millionen der insgesamt 12 Millionen Euro Preisgeld freuen.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Gibt es weiße Weihnachten?

In der Adventszeit ist es die Fragen aller Fragen: Gibt es weiße Weihnachten? Die Antwort ist klar: vielleicht! weiter lesen