U-21-Torhüter Julian Pollersbeck hat einen Schutzengel

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Hier greift Julian Pollersbeck entschlossen zu.  Foto: 

Julian Pollersbeck erlebte bei der U-21-Fußball-Europameisterschaft einen Start zum Vergessen. Auf seine beiden – folgenlose – Patzer bei Abschlägen reagierte der Torhüter mit Humor. „Den Zuschauern sollte eben nicht langweilig werden. Nein, Spaß beiseite: Das ist natürlich Mist. Im nächsten Spiel bin ich besser gewappnet“, sagte der Schlussmann nach dem 2:0 (1:0) gegen Tschechien in Tychy.

 Pollersbeck, der beim Bundesligisten Hamburger SV  als Nachfolger für René Adler im Gespräch ist, hatte zweimal bei Abschlägen den Gegenspieler getroffen, beide Fehler blieben ungestraft. „Ich hatte ein paar Schutzengel. Ich hatte drei Gedanken auf einmal im Kopf, und dann kommt sowas raus“, sagte der 22-Jährige von Zweitligist 1. FC Kaiserslautern und gestand ein: „Das darf nicht sein, das muss ich besser lösen.“

Eine Steigerung nicht nur bei seinem Torhüter, sondern vom gesamten Team fordert  U21-Nationaltrainer Stefan Kuntz. „Die Jungs sind selbstkritisch und wissen, was wir nicht gemacht haben von dem, was wir uns vorgenommen haben. Das ist die ideale Vorlage für die Analyse“, sagte Kuntz trotz 2:0-Erfolgs zum EM-Auftakt dank der Tore von Max Meyer und Serge Gnabry. „Der letzte Pass hat gefehlt, und defensiv haben wir den Gegner dann auch noch zu hundertprozentigen Torchancen eingeladen“, gab Verteidiger Yannick Gerhardt zu. Kapitän Maximilian Arnold wurde noch deutlicher: „Wir haben viele Chancen zugelassen, die zweiten Bälle nicht gewonnen.“

Vor der talentierten deutschen Elf liegt noch reichlich Arbeit. Kuntz bleibt nur wenig Zeit, schon morgen, Mittwoch (20.45 Uhr/ZDF) steht das zweite Gruppenspiel gegen Dänemark an. Vor allem an der Chancenverwertung und dem Ausspielen von Kontersituationen will Kuntz noch arbeiten. „Den letzten Pass haben wir nicht konsequent gespielt“, urteilte er. „Insgesamt hätten wir noch ein, zwei Tore mehr machen müssen.“

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