Thomas Tuchel: „Unser Weg ist noch nicht zu Ende“

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Ein lockeres Training im strahlenden Sonnenschein an der Côte d‘Azur, dann endete für Borussia Dortmund die vorerst letzte Champions-League-Reise. Als die Spieler nach der wohl schwierigsten Woche ihrer Karriere am Donnerstag in Nizza das Flugzeug Richtung Heimat bestiegen, kündigte Thomas Tuchel die schnelle Rückkehr auf Europas größte Fußball-Bühne an. „Unser Weg ist noch nicht zu Ende“, sagte Tuchel nach der 1:3 (0:2)-Niederlage im Viertelfinal-Rückspiel bei AS Monaco. Dass er aber acht Tage nach dem Bombenanschlag auf den Mannschaftsbus endete, daran trug Tuchel eine Mitschuld. Nach dem schnellen 0:2 durch Kylian Mbappé (3.) und Radamel Falcao (17.) änderte der BVB-Coach das Spielsystem und brachte den schnellen Ousmane Dembélé für den nach längerer Verletzung überforderten Erik Durm.

Angesichts aller Widrigkeiten nach dem Attentat darf man die Erkenntnisse aus den beiden Spielen gegen Monaco nicht überbewerten, auch wenn sich die Spieler selbstkritisch zeigten. „Mit dem Spiel können wir nicht zufrieden sein. Es hat einfach ein bisschen der Wille und die Kraft gefehlt“, sagte Torschütze Marco Reus (48.). Torhüter Roman Bürki sah „individuelle Fehler bei den Gegentoren“. Man sei von der ersten Sekunde an nicht bereit gewesen, so der Schweizer: „Vielleicht waren wir zu fokussiert auf das Toreschießen.“

Angesichts der außergewöhnlichen Umstände wollte Tuchel keine Königsklassen-Bilanz ziehen. „Bis vor acht Tagen haben wir uns bereit gefühlt, das Viertelfinale zu gewinnen. Die Vorzeichen haben sich nach dem Anschlag dramatisch verändert. Daher will ich kein Fazit ziehen“, sagte Tuchel, dessen Team im zweiten Durchgang wieder einmal eine große Moral bewies und bis zum dritten Gegentor durch Valère Germain (81.) alles versuchte.

„Für viele von uns war es die erste Saison in der Champions League. Wir müssen daran arbeiten, Konstanz in die Leistungen reinzubekommen“, sagte Kapitän Marcel Schmelzer.

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