Streichs Sorge: Das war ein Ausrutscher

Der SC Freiburg hat eine grandiose Saison gespielt. Doch richtig freuen wollte sich Trainer Christian Streich nicht: "Unsere ganze Offensive ist weg."

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Freiburgs Trainer Christian Streich muss seinen Kader umbauen. Foto: dpa

"Christian Streich muss man ein riesiges Kompliment machen. Er ist für mich einer der besten Trainer in Deutschland. Er hat den Trainer-Job von der Pike auf gelernt. Er hat klare Vorstellungen, wie er Fußball spielen lässt. Das ist seine große Stärke."

Eigentlich hätte sich der Coach des SC Freiburg ja gebauchpinselt fühlen dürfen nach den anerkennenden Worten von Bundestrainer Joachim Löw. Zumal Streich in dieser Saison etwas geschafft hatte, wovon vor eineinhalb Jahren, als er das Zepter beim Bundesligisten übernahm, nicht einmal die kühnsten Optimisten im Breisgau hatten träumen dürfen: die Qualifikation für die Europa League.

Dennoch blickte er nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FC Schalke 04 ziemlich grimmig drein. Nicht etwa, weil sein Club die Chance auf eine mögliche Champions-League-Teilnahme vergeben hat. "Wir haben verloren. Da freue ich mich nicht!", entgegnete er Fragestellern, die sich über seine demonstrativ zur Schau gestellte schlechte Laune wunderten. "Ich freue mich auch manchmal. Nur jetzt nicht! Ich bin jetzt ziemlich leer und habe keine Kraft mehr."

Zudem glaubt Streich offenbar nicht daran, dass Freiburg in der kommenden Saison erneut befreit von jeglichen Abstiegssorgen auftreten kann: "Das ist ein Ausreißer, das wird sich nächstes Jahr wieder relativieren. Unsere ganze Offensive ist weg."

Mit Max Kruse (Mönchengladbach), Jan Rosenthal, Johannes Flum (beide Eintracht Frankfurt) und Daniel Caligiuri (Wolfsburg) verlassen vier Profis den Sportclub, auf deren Konto 21 der 45 Bundesliga-Tore in dieser Saison gingen. "Wir werden den Kader mindestens auffüllen", kündigte Präsident Fritz Keller an. Als ersten Neuzugang vermeldete der SC gestern U-20-Nationalspieler Felix Klaus von Absteiger SpVgg Greuther Fürth.

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