Spitzen-Quartett für die "Doppelsechs"

Ein Quartett für die "Doppelsechs" - das scheint für die deutsche Frauenfußball-Nationalmannschaft der Schlüssel zum Erfolg.

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Vier nahezu gleichwertige Spielerinnen mit unterschiedlichen Stärken und wenigen Schwächen hat Silvia Neid bei der WM in Kanada für die beiden Positionen im defensiven Mittelfeld zur Auswahl. Und es scheint fast egal, welches Duo jeweils die Schaltzentrale besetzt.

"Taktisch werden wir ab der U15 ausgebildet. Wir wissen, worauf es ankommt", erläuterte Melanie Leupolz das Zusammenwirken mit Lena Goeßling. Während des Spiels gebe es "kurze Kommandos oder Blickkontakte", damit man nicht "auf der selben Höhe ist und immer ein Wechselspiel hat". Der 21-Jährigen von Bayern München ist es egal, ob sie mit der erfahrenen Wolfsburgerin das Mittelpaar bildet oder mit Dzsenifer Marozsan oder wie im Verein mit Melanie Behringer. Die Bundestrainerin hat in den vier WM-Spielen schon nahezu jede Kombination ausprobiert. Gegen die Elfenbeinküste (10:0) begannen Goeßling und Leupolz. Beim 1:1 gegen Norwegen spielten Goeßling und Edeltechnikerin Marozsan 90 Minuten Seite an Seite. Im dritten Spiel gegen Thailand (4:0) vertraute Neid der Frankfurterin Marozsan und Behringer. Und gegen Schweden standen anfangs wieder Goeßling und Leupolz auf dem Rasen, ehe nach der Pause Marozsan für Leupolz kam. Dabei ist die Weltbeste auf der Position nicht einmal dabei. Nadine Kessler vom VfL Wolfsburg, verpasste die WM wegen langwieriger Knieprobleme. Man darf gespannt sein, mit wem Neid im Viertelfinale gegen Frankreich (22 Uhr MESZ/ZDF und Eurosport) die Schaltzentrale besetzt.

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