Showdown im Abstiegskampf: Auch Duisburg hofft wieder

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Duiburgs Trainer Ilja Gruew hat noch Hoffnung. Foto: Roland Weihrauch

Die Euphorie beim MSV Duisburg ist jetzt spürbar. "Ein Zebra auf der Brust, 30 000 Zebras im Rücken. Leben, Liebe, Leidenschaft für Duisburg", formulierte die Mannschaft des Fußball-Zweitligisten in einem 39-sekündigen Werbespot. Der MSV fordert die Anhänger mit sichtlich guter Laune auf, "mit uns für den Klassenerhalt zu kämpfen." Der Kurzfilm soll im Abstiegskampf Emotionen freisetzen und die Aufbruchsstimmung vor dem Heimspiel an diesem Freitag (18.30 Uhr) gegen 1860 München schüren.

Durch einen Sieg gegen die "Löwen" mit mindestens drei Toren Unterschied könnte der seit dem 6. Spieltag permanent auf dem letzten Tabellenplatz rangierende MSV den Kontrahenten sogar überholen und selbst auf den Relegationsplatz 16 klettern. Zeitgleich tritt der Tabellenvorletzte SC Paderborn beim FSV Frankfurt an. Die Hessen sind 14. und benötigen ebenfalls dringend Punkte im Abstiegskampf.

Dass der MSV nach vielen Rückschlägen überhaupt noch auf die Rettung hoffen kann, ist den Niederlagen der Rivalen und dem überraschenden 2:1-Sieg am vergangenen Sonntag beim Aufstiegsaspiranten Nürnberg geschuldet. Der vierte Saisonsieg setzte neue Energie frei. "Wenn man im Endspurt in Nürnberg gewinnt, dann kann man auch die anderen Topteams ärgern. Dieser Sieg bringt uns Selbstvertrauen", meinte MSV-Coach Ilja Gruew. Im Schlussspurt warten neben den Heimspielen gegen München und den Tabellen-15. Fortuna Düsseldorf noch die Aufstiegskandidaten Freiburg und Leipzig auf die Zebras. "Abgerechnet wird zum Schluss", befand Mittelfeldspieler Enis Hajri.

Um die Hoffnung zu wahren, muss Duisburg zunächst gegen 1860 punkten. Die Münchner warten seit vier Partien auf einen Sieg und verpassten es nach einer kleine Erfolgsserie im Winter, sich von den unteren Rängen zu lösen. Vor allem die schlechte Chancenverwertung ärgert 1860-Trainer Benno Möhlmann. "Das Ding muss da rein. Wir müssen läuferisch und kämpferisch an die Grenzen gehen."

Vollen Einsatz wünscht sich auch Falko Götz zu seinem Trainer-Debüt beim FSV Frankfurt. Die Hessen haben nach sieben Spielen ohne Sieg vier Punkte Vorsprung auf die Abstiegszone und trennten sich am Sonntag von Götz-Vorgänger Thomas Oral. "Es sind noch fünf Spiele. Nun gilt es, sich voll darauf zu fokussieren", sagte Götz vor dem Heimspiel gegen Paderborn. Im Saisonfinale warten zudem noch Düsseldorf und 1860 auf den FSV.

Den Trainer hat Paderborn bereits mehrfach gewechselt. Doch auch die Trennung von Stefan Effenberg brachte bisher nicht die ersehnte Wende. Mit Nachfolger René Müller verloren die Ostwestfalen zuletzt 0:4 gegen Union Berlin und wollen sich in Frankfurt schon ganz anders präsentieren: "Wir nehmen uns in die Pflicht, dass so etwas nicht wieder vorkommt und wir das große Ziel Klassenerhalt erreichen."

Von seinem Team überzeugt ist auch Friedhelm Funkel. Trotz der ersten Niederlage (1:3 gegen Leipzig) in seinem dritten Spiel glaubt der routinierte Coach fest an die Rettung. "Wir werden bald wieder punkten und nach dem 34. Spieltag in der Liga bleiben", sagte Funkel vor dem Heimspiel am Sonntag gegen Greuther Fürth.

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