Rekorde und Krisen in der dritten Liga

Wieder ein Rekord für Fußballl-Drittligist 1. FC Heidenheim: Zum siebten Mal in Folge blieb er ohne Gegentor. Der VfB Stuttgart II ist in der Krise.

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Mit der Nullnummer beim SSV Jahn Regensburg blieb der 1. FC Heidenheim im siebten Spiel hintereinander ohne Gegentor. Das ist neue Bestmarke in der dritten Liga. "Es ist viel wichtiger, dass wir weiter punkten", sagte FCH-Geschäftsführer Holger Sanwald. Der 39-Jährige Torwart Erol Sabanov sicherte mit einem parierten Foulelfmeter den Rekord. "Wir wissen, welche Qualität wir haben. Jeder Spieler kann das richtig einschätzen", meinte er. Verfrühte Gratulationen zum Aufstieg will er nicht hören. Gespräche über seinen im Juni auslaufenden Vertrag sollen in der Winterpause geführt werden.

Der VfB Stuttgart II befindet sich nicht erst nach dem 0:1 beim SV Darmstadt 98 in einer vorweihnachtlichen Krise: In den vergangenen fünf Begegnungen gab es nur einen Zähler. Acht der zwischenzeitlich zwölf Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz hat die Mannschaft von Trainer Jürgen Kramny bereits verspielt. Hilflos, harmlos, ideenlos präsentierten sich die Stuttgarter in Hessen. "Ich bin natürlich enttäuscht", gestand Kramny. Den bisher kaum berücksichtigten Spielern Jerome Kiesewetter und Benjamin Kirchhoff würden bei einem Klubwechsel in der Winterpause keine Steine in den Weg gelegt werden.

Das gilt bei den Stuttgarter Kickers (2:0 gegen SV Wehen Wiesbaden) auch für Stefan Maletic, Paul Grischok, Karim Rouani und Kai-Bastian Evers. "Wir haben schon Gespräche geführt", bestätigte Kickers-Sportdirektor Michael Zeyer. Nur wenn finanzielle Kapazitäten frei werden, wird die Verpflichtung des vereinslosen Wunschspielers Randy Edwini-Bonsu (zuletzt Eintracht Braunschweig) für Trainer Horst Steffen ein Thema. Trotz des sechsten Heimsiegs in Folge bleiben die "Blauen" auf einem Abstiegsplatz. "Seit dem neuen Trainer haben wir ein Konzept. Das bringt uns weiter", betonte Torwart Markus Krauss.

Dass die Kickers in der Tabelle nicht vorankamen, war dem 2:1-Erfolg von Holstein Kiel beim 1. FC Saarbrücken geschuldet. Die Kieler siegten erstmals wieder nach 13 Partien ohne Dreier. Der zuletzt von Teilen der Anhänger kritisierte Trainer Karsten Neitzel äußerte sich erleichtert: "Es war einfach eine reine Freude für alle Beteiligten, auch für die mitgereisten Fans."

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