Nagelsmann und der FC Bayern: Belastung für Hoffenheim?

|
Hat Kontakte zum FC Bayern dementiert: Hoffenheim-Coach Julian Nagelsmann. Foto: Patrick Seeger  Foto: 

Julian Nagelsmann und der FC Bayern München - das wird ein Dauerthema bleiben. Nach der Rückholaktion des deutschen Meisters mit Jupp Heynckes hat der 30-Jahre alte Erfolgscoach von 1899 Hoffenheim jeglichen Kontakt zum FCB bestritten und das Vorgehen mancher Medien kritisiert.

„Es gibt und gab keine Anfragen und auch keinen Austausch und Kontakt von meiner Seite zu dem Club“, sagte Nagelsmann am Donnerstag. Selbst auf dem Spielplatz mit seinem kleinen Jungen verfolgt ihn die Trainerdebatte in München.

Der 30-Jährige war während der Länderspielpause privat in München, mit seiner Lebensgefährtin und seinem knapp dreijährigen Sohn. „Ich kann ja schlecht zu meinen Schwiegereltern sagen, sie müssen umziehen“, erklärte Nagelsmann. Er schilderte, wie er mit seinem Sohn auf einem Spielplatz war und von einem etwa Sechsjährigen gebeten wurde, mit ihm ein Foto zu machen. „Volksnah wie ich bin, habe ich das bejaht.“

Ein paar Stunden später habe er in den Sportnachrichten eines TV-Senders das Foto gesehen: „Der kleine Junge war abgeschnitten, nur noch ich. Wahrscheinlich haben der Papa oder die Mama das Bild verkauft.“

Dass solche Fotos ins Fernsehen kommen, sei „mehr als traurig und etwas skurril“, sagte Nagelsmann betont sachlich, aber auch „nicht total überraschend“. Beim Familien-Ausflug am Tag danach in einem Märchenpark habe er dann übrigens ein Foto mit einem Fan verweigert.

Nagelsmann war nach der Entlassung von Carlo Ancelotti beim FC Bayern als möglicher Nachfolger gehandelt worden und gilt nach wie vor als heißer Kandidat, wenn Heynckes im Sommer wie geplant seine Mission bei den kriselnden Münchnern beendet. Bei der Pressekonferenz zum Bundesliga-Spiel der Kraichgauer gegen den FC Augsburg (Samstag 15.30 Uhr/Sky) betonte der „Trainer des Jahres 2016“: „Ich konzentriere mich extrem auf den Erfolg dieser Mannschaft. In meinem Kopf spielt nix anderes eine Rolle.“

Nagelsmanns Vertrag in Hoffenheim läuft bis 2021, längst ist aber allen Verantwortlichen bei der TSG klar, dass sie ihren Senkrechtstarter nicht lange halten werden können. Die Frage ist, wie Nagelsmann selbst in den nächsten Monaten die Hängepartie moderieren und ob sie seine - vielfältig gelobte und sichtbare - Trainerqualität schmälern wird. „Ich sehe da keine Gefahr oder irgendeine Belastung auf Hoffenheim zukommen“, sagte Sportchef Alexander Rosen der „Bild“-Zeitung.

Nach der 1:2-Niederlage in der Europa League bei Ludogorez Rasgrad und dem 2:3 im badischen Bundesliga-Derby in Freiburg droht Nagelsmann erstmals in seiner Karriere als Profi-Trainer die dritte Niederlage in Serie. Andererseits ist der Club seit 21 Spielen in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena ungeschlagen und kann gegen Augsburg wieder auf seine Asse im offensiven Mittelfeld, Nationalspieler Kerem Demirbay und Nadiem Amiri, zurückgreifen.

Nagelsmann-Porträt

Spielplan Hoffenheim

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Täter von Eislingen entschuldigt sich in Abschiedsbrief

Drei Tote in Eislinger Tiefgarage: Der mutmaßliche Täter hat seiner Noch-Ehefrau und deren Freund mit einem Küchenmesser die Kehle durchgeschnitten und sich offenbar durch einen Kopfschuss selbst getötet. Er entschuldigt sich für die Tat in einem Abschiedsbrief. weiter lesen