Mehr Geld mit Spielen am Montag

Die Deutsche Fußball Liga hat 17 Pakete ausgeschrieben, die sie bis zum Sommer erfolgreich veräußern will. Die Fans müssen mit Neuerungen rechnen.

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Seit 2005 Vorsitzender der DFL-Geschäftsführung: Christian Seifert.  Foto: 

Im Milliardenpoker um die Medienrechte setzt die Deutsche Fußball Liga erstmals auch auf Montagsspiele in der Bundesliga und könnte damit einen Proteststurm der Fans auslösen. Die Austragung von fünf Saisonpartien zum Wochenbeginn ab der Spielzeit 2017/18 ist Teil einer Spielplanreform, welche die insgesamt 17 ausgeschriebenen Rechtepakete noch attraktiver machen und den Gesamterlös erstmals über die magische Milliardenmarke treiben soll.

"Der Profifußball benötigt viel Geld. Wir gehen guten Mutes in die Ausschreibung, denn es ist das attraktivste Medienrecht in Deutschland und eines der attraktivsten Medienrechte der Welt", sagte DFL-Geschäftsführer Christian Seifert. Weniger begeistert dürften die Fans sein, bei denen sich Unmut über die geplante Premiere von Montagsspielen regt. "Ich habe Verständnis für die Sorgen, die ich sehr ernst nehme. Aber klar ist, dass die Rechtevergabe im Vordergrund steht", erklärte Seifert. Neben den fünf Partien zum Wochenstart wird es pro Saison fünf zusätzliche Spiele am Sonntag (13.30 Uhr) geben. Weitere Änderung: Das zweite Sonntagspiel in der Bundesliga wird ab 2017 immer eine halbe Stunde später als bisher um 18.00 Uhr angepfiffen. In der 2. Liga wird es nur noch zwei Freitagspiele (18.30 Uhr) und dafür drei Partien am Samstag (13 Uhr) geben. Spielt die Bundesliga am Montag, rückt das Zweitligaspiel ebenfalls auf Samstagmittag.

Mit der Aufwertung der Live-Rechte im Free-TV sieht die DFL die Voraussetzungen für eine ertragreiche Vergabe der Medienrechte von 2017/18 bis 2020/21 gegeben. Die Entscheidung, welche Sender künftig über das Premiumprodukt berichten, soll Anfang Juni fallen. Die DFL erhofft sich einen Erlös von 1,1 bis 1,5 Milliarden Euro. In der laufenden Vierjahresperiode betragen die Einnahmen pro Saison 748 Millionen Euro aus den nationalen und internationalen Rechten.

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