Liverpool enorm selbstbewusst vor Kracher gegen den BVB 

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Jürgen Klopp hat aus dem FC Liverpool wieder eine offensivstarke Truppe gemacht. Foto: Peter Powell

Für Jürgen Klopp läuft es rund beim FC Liverpool. Und das soll gegen Borussia Dortmund am Donnerstag im Viertelfinal-Rückspiel der Europa League auch so bleiben. Die Reds strotzen vor Selbstvertrauen.

Ein halbes Jahr nach Amtsantritt in der Premier League hat Klopp aus der Mittelmaß-Truppe eine offensivstarke Mannschaft geformt. Nach dem 1:1 in Dortmund soll seine alte Liebe an der Anfield Road den Angriffswirbel zu spüren bekommen.

Obwohl die Europa League für seinen neuen Club die letzte Gelegenheit ist, noch in die Champions League einzuziehen, gab sich Klopp gelassen: "Wir haben keinen Druck, sondern sehen es als große Chance, in das Halbfinale einzuziehen. Das ist für uns aber kein absolutes Muss." Er kündigte einen engagierten Auftritt des FC Liverpool an. "Mutig zu sein, gehört zu den wichtigsten Dingen im Fußball."

In der heimischen Liga sind die Reds mit 28 Treffern das torhungrigste Team in diesem Jahr. Am Sonntag war Stoke City mit 4:1 noch gut bedient, obwohl Klopp kräftig rotierte. "Als ich vor sechs Monaten kam, wurde ich zu Spielern befragt, die nicht einsatzfähig waren", erklärte er. "Wir hatten nicht genug Profis und ich musste darüber nachdenken, wie ich die Anfangsformation, das System oder so gut wie alles ändern musste."

Mittlerweile sieht die Situation besser aus. Vor allem im Sturm hat der 48-Jährige Alternativen. Daniel Sturridge und Hinspiel-Torschütze Divock Origi sind fast in jedem Spiel erfolgreich. Niemand an der Merseyside spricht mehr vom 40-Millionen-Flop Christian Benteke. Aber auch in der Abwehr und im Mittelfeld kann der Liverpool-Trainer rotieren. 

"Ich muss jetzt harte Entscheidungen treffen", sagte Klopp. "Das ist nicht mein Hobby, aber für einen Trainer das Beste. Allerdings benötigen wir auch diese Möglichkeiten, weil bei den Vielzahl der Matches nicht immer mit der gleichen Startelf spielen können."

Origi gilt als der größte Profiteur unter Klopp und als Trainers Liebling. Der Nationalstürmer, unter Vorgänger Brendan Rodgers wenn überhaupt nur Kurzzeit-Joker, machte einen großen Sprung. "Er war so oft verletzt. Die Zeit hat er zuletzt genutzt, um kräftiger zu werden. Jetzt benötigt er ein neues Trikot", scherzte Klopp.

Ein Sonderlob gab es für Sturridge. "Ich war sehr zufrieden mit ihm", sagte Klopp. Nach den warmen Worten richtete der Nationalstürmer eine kleine Kampfansage an BVB-Kapitän und Abwehrchef Mats Hummels: "Ich blicke nicht auf ihn, als wäre er größer oder besser als ich. Ich bin auf Augenhöhe."

Dazu setzen Klopp und sein Team auf den Faktor Anfield. Dort hat noch nie eine deutsche Mannschaft gewonnnen. "Die Fans sind ein größerer Vorteil, wenn wir gut spielen, als das Auswärtstor in Dortmund", sagte Klopp. Englands Nationalspieler James Milner erklärte: "Europäische Nächte in Anfield sind besser als sonst wo auf dem Planeten". Sein Teamkollege Joe Allen, der den verletzten Kapitän Jordan Henderson vertreten wird, kündigte an: "Die Atmosphäre wird gigantisch werden."

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