Lahm: Jeder sollte die Chance haben, dabei zu sein

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Bayern-Kapitän Philipp Lahm wünscht sich auch für die Zukunft der Champions League weiter Teilnehmer aus vielen Ländern.

"Es geht immer auch noch um die anderen Nationen. Rostow ist weiter gekommen gegen Ajax Amsterdam. Da hätte vorher wahrscheinlich auch jeder auf Ajax Amsterdam gesetzt", sagte der geschonte Lahm nach dem 5:0 des FC Bayern gegen FK Rostow in der Königsklasse. "Es muss die Chance gegeben sein, dass diese Mannschaften dabei sein können, diese Länder dabei sein können. Das ist mein Verständnis von Fußball, dass jeder die Chance haben sollte, dabei zu sein."

Die Europäische Fußball-Union UEFA hat eine Reform der Eliteliga beschlossen. Demnach werden die vier Topnationen des jeweiligen UEFA-Nationenrankings von der Saison 2018/19 an zumindest für drei Jahre je vier Teams für die Gruppenphase stellen. Ein detaillierter Plan für die Neuverteilung der Startplätze soll im Dezember präsentiert werden. Die UEFA hatte mit dieser Entscheidung auf den Druck der Top-Clubs reagiert, die sogar mit einer Abspaltung gedroht hatten.

16 von 32 Fix-Plätzen besetzen damit die vier Topnationen, bislang waren es elf. Der Mittelbau wird geschwächt. Die Nationen auf den Plätzen elf und zwölf zum Beispiel haben dann keinen festen Startplatz mehr. Zudem wird der Zugang über Qualifikation und Playoffs erschwert. Statt zehn werden nur noch sechs Teams im Nachrückverfahren in die Gruppenphase einziehen können.

In der "Sportbild" wies Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge noch einmal auf die Wichtigkeit der neuen Regelungen hin. "Die Reform der Champions League wurde mit der UEFA diskutiert. Es ist eine finale Entscheidung der UEFA. Es ist eine Evolution, die dafür sorgt, dass der europäische Vereinsfußball weiter geschlossen zusammensteht. Pläne für eine europäische Superliga sind vom Tisch", sagte Rummenigge. "Wen hätte die Champions League noch interessiert, wenn dort Mannschaften wie Real Madrid, Barcelona, Manchester United, PSG oder der FC Bayern gefehlt hätten?"

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