KOMMENTAR: Lauernde Gespenster

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Eine Trainerdiskussion verbietet sich beim VfB. Noch. Der Vertrag mit Bruno Labbadia ist nach zwei ordentlichen Jahren eben erst verlängert worden bis 2015. Der Verein setzt auf ihn. Aber Labbadia kennt das Geschäft. Mit dem vernichtenden 1:4 im eigenen Stadion, der fünften Niederlage nacheinander, hat die Uhr zu ticken begonnen. Und irgendwann, falls es so weitergeht, läuft die Zeit ab.

In solchen Momenten fürchtet mancher vielleicht die Gespenster aus Labbadias Erstliga-Vergangenheit. In Leverkusen und beim Hamburger SV hatte er zunächst Erfolg. Dann begann eine Abwärtsspirale. In Stuttgart ist der Fall ein wenig anders gelagert. Hier hat Labbadia nicht nur stark begonnen, sondern es wiederholt geschafft, trotz vergleichsweise dünnen Kaders und Sparzwanges die VfB-Mannschaft durch Krisen zu manövrieren, sie zuletzt sogar im Europapokal und im DFB-Pokal auf Kurs zu halten.

Das ist ein Pfund, doch offenbar auch belastend für die so genannten Führungsspieler und ihre Profikollegen, die sich wie zuletzt Serdar Tasci schon vor dem 1:4-Debakel selbst mentale Defizite und schwindendes Selbstvertrauen attestiert haben. Bis in zwei Jahren soll und will Labbadia den VfB dauerhaft nach vorn bringen. Gelingt nicht bald die Wende, ist der Traum aller in Gefahr.

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