Kommentar zu Dortmunds Aus in der Champions League: Kein reiner Wettbewerb

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Das Aus der Dortmunder Borussen in der Champions League hat einen faden Beigeschmack. Im Prinzip müssten die Spieler des westfälischen Fußballklubs mit einem Sonderpreis ausgezeichnet werden, weil sie nach dem Bombenanschlag in der vergangenen Woche allen inneren und äußeren Widrigkeiten zum Trotz zu den Partien gegen den AS Monaco angetreten sind.

Es war kein reiner Wettbewerb, zu dem die beiden Spitzenmannschaften in dieser Lage antraten. Die Dortmunder taten, animiert von den Verantwortlichen des europäischen Verbands, ihren Dienst, obwohl sie eigentlich Ruhe und professionelle Hilfe benötigt hätten, um das Attentat, das sie in Lebensgefahr gebracht hatte, adäquat verarbeiten zu können.

Die Grenze des Zumutbaren wurde vor dem Anpfiff des Rückspiels in Monaco erreicht. Vor der Abfahrt zum Stadion  wurde der Mannschaftsbus der Dortmunder von den Polizisten des Fürstentums gestoppt und geschlagene 17 Minuten angehalten. Einfach so, ohne Angabe von Gründen. Die Spieler, die eine Woche zuvor auf dem Weg in die Arena in das Visier der Terroristen geraten waren, sahen sich erneut in der beklemmenden Enge des Busses gefangen. Der Schwung, mit dem sie die Niederlage aus dem Hinspiel korrigieren wollten, war selbstverständlich dahin.

Frisch, frei und unbekümmert aufzuspielen, so hatten es sich die BVB-Profis vorgenommen. Doch nach allem, was sie erleben und ertragen mussten, ­waren sie einfach chancenlos.

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