Klopp stichelt, Götze versteckt sich

Jürgen Klopp vergleicht den FC Bayern mit einem James-Bond-Bösewicht. Ihn stört das Verhalten der Münchner beim Wechsel von Mario Götze.

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Dortmund bangt noch um den Einsatz von Mario Götze. Foto: dpa

Die Hysterie vor dem Champions-League-Finale am Samstag wird von Tag zu Tag größer. Während sich der FC Bayern noch um einigermaßen Normalität bemühte und ohne Öffentlichkeit trainierte, scheint in Dortmund die Nervosität bereits groß zu sein.

Mario Götze nicht im Mannschaftstraining - so hießen die Schlagzeilen gestern Vormittag. Statt wie angekündigt mit dem Team zu üben, trainierte der 20 Jahre alte künftige Bayern-Profi nach seinem vor drei Wochen im Halbfinal-Rückspiel bei Real Madrid erlittenen Muskelfaserriss im Oberschenkel separat auf einem Nebenplatz hinter einer Sichtblende mit Fitness-Trainer Andreas Schlumberger.

Am Nachmittag trainierte Götze dann erstmals seit drei Wochen doch wieder mit der Mannschaft - und brach das Training vorzeitig wieder ab. Offensichtlich hatte er wieder Probleme mit seinem Oberschenkel. Um dem Blitzlichtgewitter der Fotographen und den Fragen der wartenden Journalisten zu entkommen, zog sich der Dortmunder Jungstar auf dem Weg in die Kabine sogar das Trikot über den Kopf.

"Ich wünsche jedem Spieler, dass er an diesem Finale teilnehmen kann", erklärte derweil Matthias Sammer, der Sportvorstand des FC Bayern. Sein Wunsch klingt fair - und ist gleichwohl eigennützig. Die Aussage soll unterstreichen, das sich die Bayern in dieser Saison vor nichts und niemandem fürchten.

Unterdessen stichelte Borussen-Trainer Jürgen Klopp in einem Interview mit der englischen Zeitung The Guardian Richtung München. Dort verglich er den FC Bayern mit einem James-Bond-Bösewicht und forderte alle Welt auf, seinem Team die Daumen zu drücken. Verärgert ist der BVB-Coach über das Verhalten des FC Bayern beim Wechsel von Mario Götze und beim Pokern um Robert Lewandowski: "Wir sind kein Supermarkt."

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