Heynckes Tränen, Klopps Wut

Jupp Heynckes lud zur Gartenparty, Jürgen Klopp war geladen: Der BVB hatte die Generalprobe verpatzt, die Bayern bedauern Holger Badstuber.

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Zu Tränen gerührt: FCB-Trainer Jupp Heynckes. Foto: Sven Simon

Nach dem 4:3 bei Borussia Mönchengladbach flossen bei Jupp Heynckes die Tränen. Die anschließende Party mit rheinischem Sauerbraten machte den Trainer des FC Bayern München wieder lustig. Sein Dortmunder Kollege Jürgen Klopp war nach der 1:2-Heimpleite gegen 1899 Hoffenheim mächtig angefressen. Doch auch er konnte später wieder befreit aufatmen: Die Chance, dass Verteidiger Mats Hummels und Mario Götze am Samstag beim Champions-League-Finale in London dabei sind, ist gestiegen.

"Das ist ein bewegender Moment für mich. Die Borussen-Fans haben mir einen wunderbaren Abschied beschert. Das zeigt mir, dass das meine Heimat ist", sagte Heynckes - und wurde von seinen Gefühlen übermannt. Während seine Spieler erfolgreich gegen den schnellen 0:2-Rückstand kämpften, verlor der 68-Jährige seinen Kampf gegen die Tränen. Nach der Begegnung lud er seine Spieler auf seinen Bauernhof in Schwalmtal ein. Starkoch Alfons Schuhbeck hatte in einem Zelt für Philipp Lahm, Franck Ribéry und Co. aufgetischt. Es gab Scampi-Salat, Rheinischen Sauerbraten und Apfelstrudel mit Nuss-Eis. "Es war wunderschön", sagte Nationalspieler Jerome Boateng über den Besuch bei Familie Heynckes - inklusive Schäferhund Cando.

Innenverteidiger Holger Badstuber wäre gerne in Schwalmtal dabei gewesen. Stattdessen musste der 24-Jährige eine niederschmetternde Nachricht verdauen. Sein Kreuzband im rechten Knie ist erneut gerissen. Nach einem ersten Riss am 1. Dezember beim 1:1 in Dortmund folgte nun eine sogenannte "Re-Ruptur". Badstuber wird nun in Vail/Colorado in der Klinik von Dr. Richard Steadman zum zweiten Mal operiert. Ihm droht erneut eine mindestens halbjährige Pause.

Mehr Glück hatte Hummels. Der BVB-Abwehrchef hat sich bei einer verunglückten Aktion gegen Hoffenheim nicht den befürchteten Riss, sondern nur eine Dehnung im Außenband im Sprunggelenk zugezogen. Da auch Mario Götze heute ins Mannschaftstraining zurückkehrt, besserte sich Jürgen Klopps Laune deutlich. Am Samstag hatte sich der Borussen-Trainer noch mächtig über Patzer und Blackouts geärgert, die zu zwei Foulelfmeter führten. "Wir haben uns verhalten, als würden wir 2:0 oder 3:0 führen", schimpfte er. Nun ist sich Klopp wieder sicher, dass seine Mannschaft in London wieder ihr "Champions-League-Gesicht" zeigen wird.

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