Hertha-Spieler „aufgeregt“ - Ibisevic in der Pflicht

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Hertha-Profi Vedad Ibisevic möchte gegen Bilbao seine Torflaute beenden. Foto: Soeren Stache  Foto: 

Der Kapitän nimmt sich selbst in die Pflicht und wirbt vor dem internationalen Comeback seiner Hertha nochmals für die Europa League.

„Es ist ein attraktiver Gegner, die meisten Jungs sind aufgeregt“, berichtete Vedad Ibisevic vor dem ersten Gruppenspiel am Donnerstag (21.05 Uhr) gegen Athletic Bilbao aus dem Mannschaftslager. Das Berliner Fußballteam um den bosnischen Routinier will sich nach achtjähriger Europacup-Abstinenz im Duell der beiden Gruppenfavoriten gleich die ersten drei Punkte sichern.

„Von der Favoritenrolle zu reden, ist immer schwierig. Der spanische Fußball ist anders“, erklärte Trainer Pal Dardai zur Partie im Olympiastadion, damit müsse seine Mannschaft erst einmal zurechtkommen. Das vermeintliche Ranking in Gruppe J ist für den Ungarn nicht festgeschrieben: „Bilbao ist Favorit, dann kommen wir - aber es ist nicht so. Auswärts ist es auch gegen kleinere Mannschaften schwierig. Wir sind schon bei kleineren Vereinen rausgeflogen. Dafür haben wir gegen den AC Mailand gewonnen“, erinnerte Dardai an die Berliner Europapokal-Historie, die 1963 mit einem 1:3 gegen den AS Rom begonnen hatte.

Im 107. Europacupspiel seien wie immer vor allem „Tagesform, taktische Disziplin und Teamgeist“ entscheidend, betonte der Cheftrainer. Die Berliner Fans halten sich noch zurück, nur 25 000 werden erwartet. „Trotz weniger Zuschauern zu Hause kann man viel Spaß haben und unser Ziel erreichen, weiterzukommen“, bemerkte Ibisevic.

Der Mittelstürmer weiß, dass seine null Tore in der neuen Saison bisher hinter den Erwartungen liegen. „Sicherlich bin ich persönlich nicht zufrieden, dass ich nicht getroffen habe. Aber die Saison ist noch jung. Wir müssen und werden noch unsere Tore machen. Momentan tun wir uns ein bisschen schwer, Chancen zu kreieren“, sagte der 33-Jährige. Auch Salomon Kalou ist noch torlos. In der Vorsaison hatten Ibisevic (12) und Kalou (7) zusammen fast die Hälfte aller Hertha-Ligatore (43) produziert. „Wir werden sicherlich unseren Job auch besser machen“, versprach der Torjäger.

Dass Neuzugang Mathew Leckie derzeit den beiden etablierten Stürmern den Rang abläuft und in der Bundesliga schon drei Treffer erzielt hat, findet Ibisevic sogar gut: „Von mir aus kann Leckie Torschützenkönig werden. Wichtig ist der Erfolg der Mannschaft.“

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