Gladbachs Chancentod Hofmann spürt Genugtuung

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Gladbachs Jonas Hofmann (r) trifft gegen Essens Dennis Malura und Torwart Robin Heller (l) zum 1:1. Foto: Guido Kirchner  Foto: 

Nachdem er sein Team vor einer einzigartigen Blamage bewahrt hatte, verspürte Chancentod Jonas Hofmann große Genugtuung. „Da hat der Trainer ein gutes Näschen gehabt, mich einzuwechseln“, sagte der 25-Jährige von Borussia Mönchengladbach nach dem mühsamen 2:1 (0:1) in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Rot-Weiss Essen.

Bis zur 79. Minute hatte Borussia kurz davor gestanden, erstmals in der Vereinsgeschichte an einem Viertligisten zu scheitern. Dann traf ausgerechnet der zwölf Minuten zuvor eingewechselte Hofmann zum Ausgleich. In 29 Bundesliga-Spielen für die Gladbacher hatte er noch kein einziges Tor erzielt - und das als offensiver Mittelfeldspieler. „Es gab einiges Gestichel in der Mannschaft. Und auch sonst wurde viel geredet“, sagte er: „Aber jetzt habe ich die richtige Antwort gegeben.“

Entsprechend gut gelaunt kommentierte auch Gladbachs Manager Max Eberl die doppelte Erlösung durch Hofmanns Treffer. „Wir haben immer gesagt: Wenn Jonas Hofmann irgendwann auch noch anfängt, Tore zu machen, wird er unbezahlbar“, sagte er schmunzelnd. Die Genugtuung bei Hofmann war umso größer, weil der Stammspieler der vergangenen Rückrunde sich im ersten Pflichtspiel der Saison zunächst auf der Bank wiedergefunden hatte. „Ich war schon enttäuscht“, erklärte der frühere Dortmunder: „Zumal es auch nicht absehbar war.“ Nun sei er der Matchwinner gewesen, versicherte Hofmann „in aller Bescheidenheit. Raffael hat zwar noch das 2:1 gemacht, aber das 1:1 war nötig, um überhaupt dahinzukommen.“

Auch Trainer Dieter Hecking war froh, dass der Knoten bei dem hochveranlagten Techniker geplatzt ist, denn die Blockade war unübersehbar. „Man merkt es schon: Wenn man immer wieder drauf angesprochen wird, macht sich das irgendwann im Kopf breit“, sagte Hecking: „Aber es hatte sich auch abgezeichnet. Im Training trifft er immer, im letzten Trainingsspiel hat er zwei Tore gemacht. Ich bin froh, dass es sich jetzt im Spiel bestätigt hat. Aber ich hoffe natürlich, dass es nicht sein letztes Tor war.“

Denn den eigentlichen Makel, nie in der Bundesliga zu treffen, hat Hofmann ja noch nicht getilgt. „Im Pokal und in der Europa League hat es ja auch letztes Jahr schon je einmal geklappt“, erklärte er: „Jetzt wird es auch mal Zeit für ein Tor in der Bundesliga. Am liebsten gleich nächste Woche im Derby.“ Zum Saisonauftakt am 20. August empfängt die Borussia den Erzrivalen 1. FC Köln.

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