Gisdol und Rosen tun Hoffenheim gut

Seit seinem Amtsantritt hat Markus Gisdol bei 1899 Hoffenheim für einen nicht für möglich gehaltenen Wandel gesorgt im Kraichgau.

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Vor vier Jahren kreuzte sich der Weg von Markus Gisdol und Alexander Rosen ein erstes Mal. Damals holte der heutige Cheftrainer der TSG 1899 Hoffenheim den 30-jährigen Routinier in die U 23, die er von der Oberliga in die Regionalliga führte. Noch heute schwärmt der neue Chef der Hoffenheimer Profi-Abteilung von Gisdol: "Er war mein bester Trainer. Markus hat es geschafft, dass ich mich mit Fußball ganz anders beschäftigt habe als je zuvor."

Seit der überraschenden Doppel-Entlassung von Trainer Marco Kurz und Manager Andreas Müller vor gut sieben Wochen arbeiten Gisdol und Rosen nun gemeinsam daran, dass von Mäzen Dietmar Hopp gesponserte Fußball-Projekt im Kraichgau zu retten. Dabei geht es um mehr als den Verbleib in der Bundesliga, der in den Relegationsspielen gegen den 1. FC Kaiserslautern gesichert werden soll (bei Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht beendet). Das Duo soll dem ungeliebten Verein ein neues Image und eine langfristige Perspektive verschaffen.

Die ersten Ansätze sind vielversprechend. Unter Gisdol präsentierte sich die Mannschaft im Saison-Endspurt wieder als verschworene Einheit und wendete in letzter Minute den direkten Abstieg ab. Dass Gisdol trotz der prekären sportlichen Situation auf viele junge Spieler baute, trug ihm vor allem bei den Fans viele Sympathien ein. "Die Zuschauer haben ein sehr gutes Gefühl für Dinge, die entstehen können. In den Heimspielen haben wir es geschafft, die Leute wieder für unseren Fußball zu begeistern. Die Zuschauer gehen mit. Das tut uns allen sehr gut", stellte Gisdol fest.

In Rosen hat der Trainer einen gleichberechtigten Partner an der Seite, mit dem er harmoniert. "Alex und ich sind die starken Leute im Fußball. Wir treffen sämtliche sportliche Entscheidungen nach vorheriger Besprechung gemeinsam. Ich sehe nur Vorteile in dieser Konstellation", erzählte Gisdol.

Rosen ist in seiner Doppelfunktion als Chef des Nachwuchsleistungszentrums und der Profi-Abteilung prädestiniert für die Umsetzung der neuen, alten Philosophie, mit jungen und unverbrauchten Spielern begeisternden Fußball zu spielen. So wie nach dem Aufstieg 2008, als die TSG die Bundesliga im Sturm eroberte und sogar Herbstmeister wurde. "Wir wollen auf den Weg zurückfinden, der uns einmal ausgezeichnet hat. Die Entwicklung unseres Nachwuchses ist mittlerweile so weit, dass wir einige Talente in die Bundesliga führen können", verkündete Rosen kurz nach seinem Amtsantritt.

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