Ginter: "In Vorbereitung ist einiges falsch gelaufen"

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Matthias Ginter versucht die Niederlage zu verarbeiten. Foto: Peter Powell

Matthias Ginter, wie ist diese demütigende Niederlage gegen Portugal zu erklären?

Matthias Ginter: In der Vorbereitung auf dieses Spiel ist einiges falsch gelaufen. Wir hatten einen Tag mehr Pause, Portugal war aber frischer als wir, von Anfang an hellwach und hat uns schon in den ersten Zweikämpfen gezeigt, wo es lang geht. Wir haben nie richtig ins Spiel gefunden, deswegen geht das Ergebnis auch so in Ordnung, und Portugal ist verdient im Finale.

War man nach der erfolgreichen Olympia-Qualifikation mit dem Kopf woanders?

Ginter: Wir wollten schon Europameister werden. Das beinhaltet ja die Olympia-Teilnahme. Wir haben ja nicht gesagt: 'Jetzt haben wir die Olympia-Teilnahme, jetzt machen wir nichts mehr'. Uns allen war das Ziel bewusst, sonst wären wir ja nicht bei diesem Turnier dabei gewesen. Das müssen wir intern nochmal genau besprechen. Da müssen sich nicht alle, aber ein paar schon Gedanken machen, ob sie für ein Halbfinale professionell alles so gemacht haben, wie es sein sollte.

Der Trainer sagte, dass er seinen Spielern vertrauen kann. Habt ihn die Mannschaft das erste Mal enttäuscht?

Ginter: Wir haben nicht nur ihn enttäuscht, wir haben alle enttäuscht, die Mitspieler, die Fans, die, die hier waren und die am Fernseher. Wir sind sehr, sehr traurig, dass wir hier so verloren haben.

War das ein einmaliger Aussetzer, oder sind hier einige an ihre Grenzen gestoßen?

Ginter: Nein, wir haben ja schon öfters gezeigt, dass wir es können. Es ist schwer, die Gründe dafür zu finden. Ich glaube, dass einer der Gründe vor dem Spiel zu suchen ist.

Was meinen Sie? Taktisches?

Ginter: Nein, nicht Taktisches. Einfach von der Herangehensweise an das Spiel haben wir nicht alles richtig gemacht. Die Formation ist zweitrangig, wir hätten mit jeder Formation verloren. Ich will Verantwortung übernehmen und vorangehen und viele wollen das, aber... Außerhalb des Platzes ist es schwer, die Mutter zu spielen.  

Meinen Sie die Stimmung im Team?

Ginter: Wir werden das nochmal analysieren und genau besprechen. Es muss ja Gründe haben, warum wir zum Teil vorgeführt wurden, gar nicht in die Zweikämpfe gekommen sind und nicht spritzig waren. Und die müssen davor gelegen haben.

Was nehmen Sie aus diesem Turnier unter dem Strich mit nach Hause?

Ginter: Wir hatten eigentlich immer ein gutes Gefühl, auch bis kurz vor dem Spiel, dass wir dieses Halbfinale und dieses Turnier gewinnen können. Das aber wirft jetzt die anderen drei Spiele völlig über den Haufen. Das bleibt sicherlich hängen, das ist klar. Wir wollten Europameister werden, das haben wir nicht geschafft - aus verschiedenen Gründen. Und deswegen sind wir auch verdient nicht im Finale.

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