FSV Frankfurt: Trainer und Sportchef weg

Beim Fußball-Zweitligisten FSV Frankfurt muss Trainer Möhlmann gehen, mit Tomas Oral kommt ein alter Bekannter zurück zum Abstiegskandidaten.

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Tomas Oral ist neuer Trainer beim Zweitligisten FSV Frankfurt.  Foto: 

Mit einer personellen Total-Rochade zum ungewöhnlichsten Zeitpunkt will der FSV Frankfurt doch noch den Abstieg aus der zweiten Fußball-Bundesliga verhindern. Einen Tag nach dem 1:3 gegen Union Berlin und dem Abrutschen auf den Relegationsplatz trennten sich die Bornheimer gestern von Trainer Benno Möhlmann. Statt des 60 Jahre alten Routiniers soll nun Rückkehrer Tomas Oral die völlig verunsicherte Mannschaft am letzten Spieltag in der Liga halten. Außer Möhlmann muss auch Sportchef Uwe Stöver mit sofortiger Wirkung gehen. Der bot seine Demission selbst an, um einen kompletten Neuanfang zu ermöglichen. Ein Nachfolger steht noch nicht fest.

"Tomas trägt die FSV-DNA in sich und kann dem Verein helfen", sagte Frankfurts Geschäftsführer Clemens Krüger nach dem überstürzten Komplett-Umbruch in der sportlichen Führung. Der Vertrag von Oral gilt zunächst einmal nur für die Partie in Düsseldorf am Sonntag und die beiden danach eventuell noch folgenden Relegationsspiele.

Oral, der das 1:3 gegen Berlin am Sonntag als Zuschauer im Stadion verfolgt hatte, nahm den Hilferuf der Verantwortlichen sofort an. "Da konnte ich nicht überlegen und durfte nicht Nein sagen", erklärte Oral, der bereits von 2006 bis 2009 für den FSV tätig war und den Klub aus der Hessenliga ins Bundesliga-Unterhaus geführt hatte. Nach seiner ersten Zeit in Frankfurt arbeitete Oral bei RB Leipzig und beim FC Ingolstadt. Zuletzt fungierte er als Assistent von Felix Magath beim FC Fulham in England.

Sein Vorgänger traut dem temperamentvollen Oral die Wende auf den letzten Drücker zu. "Es ist ja immer so, dass ein neuer Trainer einen neuen Akzent setzen kann. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. In erster Linie ist aber die Mannschaft gefordert", sagte Möhlmann. Erst zehn Tage zuvor hatte der Trainer-Routinier zum 500. Mal bei einem Spiel der Zweiten Liga auf der Bank gesessen.

"Natürlich fühlt man zu einem Verein, bei dem man länger tätig war, eine größere Verbundenheit", sagte der Ex-Profi. Die Trennung nahm er aber gefasst auf: "Wenn der Verein in dieser Situation noch etwas Besonderes machen und quasi eine letzte Patrone zünden will, dann gibt es eben nur noch die Alternative der Trainerentlassung." Möhlmann hatte den FSV Ende 2011 übernommen und den Verein mit bescheidenen Mitteln in der Saison 2012/13 als Tabellenvierter fast in die Erste Liga geführt.

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