Firmino - Rekordtransfer der Bundesliga

Nach monatelangen Spekulationen ist der Wechsel von Roberto Firmino zum FC Liverpool fix. Der Angreifer von 1899 Hoffenheim ist der Rekordtransfer.

|
Vorherige Inhalte
  •   1/2
      Foto: 
  • Roberto Firmino, brasilianischer Nationalspieler, spült Hoffenheim Geld in die Vereinskasse. 2/2
    Roberto Firmino, brasilianischer Nationalspieler, spült Hoffenheim Geld in die Vereinskasse. Foto: 
Nächste Inhalte

Der Wechsel des brasilianischen Nationalstürmers Roberto Firmino zum FC Liverpool beschert 1899 Hoffenheim einen Geldregen und der Fußball-Bundesliga einen Rekordtransfer. Der 23-Jährige ist dem Traditionsclub der Premier League etwa 41 Millionen Euro Ablöse wert. Damit übertrumpft Firmino den Spanier Javi Martínez, der als bislang teuerster Profi im deutschen Fußball 2012 für 40 Millionen Euro von Athletic Bilbao zum FC Bayern München kam.

"Es ist Zeit, den nächsten Schritt in meiner Karriere zu machen, aber im Moment konzentriere ich mich auf die Copa América", so Firmino. Dort trifft er mit der "Seleção" im Viertelfinale am Samstag auf Paraguay und ist nach der Sperre seines Sturmpartners Neymar noch mehr gefordert. Nach dem Turnier muss er noch den Medizincheck in Liverpool absolvieren, damit der Wechsel endgültig perfekt ist.

In Chile hatte Liverpools Manager Ian Ayre den Transfercoup mit Firminos deutschem Berater klar gemacht. Sowohl die "Reds" als auch Hoffenheim bestätigten gestern den Wechsel, machten aber über die Höhe der Ablösesumme keine Angaben. Sie liegt nach britischen Medienberichten bei etwa 29 Millionen Pfund (40,7 Millionen Euro). Die "Bild" schreibt ebenfalls von bis zu 41 Millionen Euro.

Für Liverpool ist es der zweitteuerste Einkauf nach Andy Carroll, der nach Angaben der Zeitung "The Guardian" 2011 für 37 Millionen Pfund (heute rund 49 Millionen Euro) von Newcastle United kam. Firmino hat nach einer Mitteilung der Liverpooler einen langfristigen Vertrag unterschrieben, im Gespräch ist ein Kontrakt über fünf Jahre.

An Hoffenheim war er bis 2017 gebunden, die frühzeitige Vertragsverlängerung im vergangenen Jahr hat sich für die TSG ausgezahlt. Zumal der Offensivspieler 2011 von Figueirense FC für 4 Millionen Euro Ablöse nach Hoffenheim gekommen war. Firmino erzielte in 140 Bundesliga-Spielen 38 Tore, in der abgelaufenen Spielzeit kam er aber nur auf sieben Treffer. Der Angreifer mit der Vorliebe für auffällige Tattoos hatte sich zum Ende der Saison über seine Zukunft stets ausgeschwiegen. Als jedoch U-21-Kapitän Kevin Volland, das zweite Juwel im Team der TSG, seine Vertragsverlängerung bis 2019 bekanntgab, war klar, dass damit der Abgang von Firmino bevorsteht.

Die Rekord-Ablösesumme will der Bundesligist nicht mit vollen Händen ausgeben. "Wir haben immer betont, dass wir den Transfererlös nicht sofort und in vollem Umfang reinvestieren", sagte Sportchef Alexander Rosen und versicherte: "Wir arbeiten mit Augenmaß und bodenständig an einer Zukunft als etabliertes Mitglied der Bundesliga." Nach Luiz Gustavo (2011 für 17 Millionen zum FC Bayern) und Carlos Eduardo (2010 für 20 Millionen zu Rubin Kazan/Russland) hat die TSG jedenfalls ein weiteres lukratives Geschäft mit einem Brasilianer gelandet.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Schluderei bei der Betreuung

Die LWV-Einrichtung Tannenhof soll für nicht erbrachte Leistungen Geld vom Kostenträger, der Stadt Reutlingen, abkassiert haben. Das hat auch zu Irritationen in Ulm und dem Alb-Donau-Kreis geführt. weiter lesen