FCB: Fernab vom Glanz

Der FC Bayern München hat die Abschiedstournee von Trainer Pep Guardiola dank gnadenloser Effektivität und Torjäger Lewandowski mit einem Sieg eingeläutet. Diesmal hielten sich die Hamburger aber wacker.

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Knapper Sieg: Die Bayern um Thiago Alcantara (li.) taten sich gegen den HSV (Mitte: Gojko Kacar) teils schwer.  Foto: 

Kein Glanz, aber ein wichtiger Doppelpack von Robert Lewandowski zum Start von Pep Guardiolas Abschiedstournee: Bayern München hat zum Rückrundenauftakt in der Fußball-Bundesliga dank seines treffsicheren Torjägers 2:1 (1:0) beim Hamburger SV gewonnen. In Spiel eins nach Bekanntgabe des sommerlichen Trainerwechsels von Guardiola auf Carlo Ancelotti stotterte der Bayern-Motor allerdings noch erheblich. Mit seinen Saisontoren 16 (37. Minute/Foulelfmeter) und 17 (61.) bescherte Lewandowski dem Liga-Spitzenreiter den 16. Saisonsieg. Für den zwischenzeitlichen Ausgleich der Hamburger vor 57.000 Zuschauern im ausverkauften Volksparkstadion hatte Aaron Hunt (53.) gesorgt. In der Tabelle vergrößerten die Münchner auf dem Weg zum angestrebten Titel-Triple den Vorsprung auf die zweitplatzierten Dortmunder auf vorerst elf Punkte. Der HSV, der im Hinspiel mit 0:5 in München untergegangen war, verpasste es, sich als Zehnter mit weiterhin 22 Zählern im vorderen Mittelfeld festzusetzen.

Am aktivsten erwies sich bei den Bayern zunächst Kingsley Coman. Aber auch der französische Nationalspieler lief sich ein ums andere Mal in der HSV-Defensive fest. Auf Vorlagen wartete Torjäger Lewandowski bei den Münchnern jedenfalls erstmal vergeblich. Und dann das: Nach einem langen Pass von Philipp Lahm auf Müller lupfte der Angreifer den Ball über den herausgeeilten Hamburger Keeper René Adler. Per Grätsche holte er Thomas Müller von den Beinen, Schiedsrichter Felix Zwayer erkannte in seinem 100. Bundesliga-Match zurecht auf Elfmeter. Diese Chance ließ sich Lewandowski nicht nehmen. Mit seinem 107. Bundesliga-Treffer übernahm er auch in der Liste der ausländischen Torjäger den alleinigen dritten Platz hinter Claudio Pizarro und (176) und Giovane Elber (133).

Die Bayern-Führung hinterließ bei den Hamburgern sichtbare Spuren. Freche Aktionen wie der 30-Meter-Schuss von Hunt in der 13. Minute, als Bayern-Keeper Manuel Neuer das erste Mal abtauchen musste oder der forsche Konter über Startelf-Rückkehrer Dennis Diekmeier in der 21. Minute waren Vergangenheit.

Und auch nach der Pause schienen die Gäste im Vorteil. Ihre Chancen nutzten sie aber nicht, was sich zunächst rächte. Auf der Gegenseite trat Hunt einen Freistoß aus halbrechter Position und etwa 30 Metern vor das Tor der Bayern. Alonso und Pierre-Michel Lasogga streckten sich, berührten den Ball aber nicht mehr. Selbst wenn sich Lasogga feiern ließ, der Torschütze hieß Hunt. Doch die Freude währte auch bei ihm nur kurz. Lewandowski fälschte einen Thomas-Müller-Schuss entscheidend ab, Adler war machtlos. Kurz danach klatschte ein Freistoß von David Alaba an den Pfosten (66.).

Da war sein Abwehrkollege Jérôme Boateng bereits nicht mehr dabei. Der Weltmeister wurde humpelnd von zwei Betreuern vom Platz gebracht.

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