Europa League: 96 und Gladbach mit eklatanten Abwehrschwächen

Vier Spiele in der Europa League, kein deutscher Sieg. Die Bundesliga hat eine Ergebniskrise. Insbesondere Borussia Mönchengladbach ärgerte sich nach einem denkwürdigen Spiel über den verpassten Sieg.

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Gladbachs Juan Arango (links): Am Ende doch nicht obenauf. Foto: dpa

Ärger, Frust und das Prinzip Hoffnung: Nach dem schwarzen Donnerstag auf der europäischen Fußball-Bühne saß beim deutschen Europa-League-Quartett der Stachel der Enttäuschung tief. Statt Europa zu erobern, setzte es zwei Niederlagen und zwei Unentschieden.

Die Ergebniskrise hat den VfB Stuttgart (siehe eigener Bericht) und Bayer Leverkusen weiter fest im Griff. "Der letzte Tick Konsequenz fehlt, die Galligkeit", analysierte Bayer-Trainer Sascha Lewandowski nach dem 0:1 (0:0) gegen Benfica Lissabon. Es war das vierte Pflichtspiel des Tabellendritten ohne Sieg. Nur knapp 43 Stunden später trifft Bayer heute auf den Tabellenvorletzten FC Augsburg, der immerhin im neuen Jahr in der Liga noch ungeschlagen ist. Ein Sieg gegen die Schwaben wird in Bayers derzeitiger Verfassung kein Selbstläufer.

Wie zuletzt in der Bundesliga offenbarten die Rheinländer auch gegen Lissabon die größte Schwachstelle: Bis zum Strafraum wird teilweise schön kombiniert, doch die Entschlossenheit vor dem Tor fehlt. Mehr als brotlose Kunst springt nicht heraus.

Auch Hannover 96 erlebte beim 1:3 (1:1) im Auswärtsspiel in Moskau gegen die Millionen-Truppe von Anschi Machatschkala ein böses Erwachen. Erschreckend waren vor allem die Abwehrfehler. Am Ende waren die Niedersachsen mit drei Gegentoren noch gut bedient. "Anschi ist im Konterspiel unheimlich stark", sagte Slomka. Hannover war mit den eigenen Waffen geschlagen worden. Gegen den Retortenklub aus der Unruheprovinz Dagestan im Nordkaukasus kassierten die Niedersachsen im 35. Pflichtspiel der Saison bereits die Gegentore 59 bis 61 (1,74 im Schnitt).

Schwer getroffen zeigte sich Gladbachs Trainer Lucien Favre nach dem Lazio Roms Ausgleichstreffer zum 3:3 30 Sekunden vor dem Ende eines denkwürdigen Europacup-Abends. "Das war total unnötig", sagte der Schweizer - und haderte mit der Tatsache, dass seine Borussia bereits heute beim Hamburger SV antreten muss. Gladbach hatte 90 Minuten in einem turbulenten Spiel "gegen eine italienische Spitzenmannschaft mitgehalten", so Sportdirektor Max Eberl. Doch grobe Stellungsfehler in der Abwehr bei den Gegentoren brachten die Borussen um den Lohn ihrer Arbeit. Da verpuffte auch die gute Offensivleistung und das sehenswerte Freistoßtor von Kunstschütze Juan Arango.

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