Ein Zeichen gesetzt

Nach dem zweiten Spieltag der dritten Fußball-Liga sind nur noch Preußen Münster und der VfL Osnabrück ohne Punktverlust. Der 1. FC Heidenheim feierte den höchsten Auswärtssieg seiner Drittligageschichte.

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Erzielte beim 4:0 in Erfurt erstmals zwei Tore in einem Spiel für den 1. FC Heidenheim: Michael Thurk trug damit dazu bei, die Auswärtsschwäche der letzten Saison zu beenden. Foto: Eibner

Die wenig berauschende Auswärtsbilanz war in der vergangenen Saison der dritten Fußball-Liga mit ausschlaggebend dafür, dass der 1. FC Heidenheim den angepeilten Aufstieg in die zweite Liga verpasste. Nun setzten die Ostalbkicker mit dem 4:0 bei Rot-Weiß Erfurt ein Ausrufezeichen. "Damit konnten wir die Angst vor unserer Auswärtsschwäche gleich im ersten Spiel ersticken", betont FCH-Trainer Frank Schmidt. "Jetzt haben wir gegen die Stuttgarter Kickers die große Chance, in eine gute Startposition zu kommen", fügt Geschäftsführer Holger Sanwald hinzu. Die Euphorie in Heidenheim, zu der Michael Thurk mit zwei Treffern beitrug, ist ungebrochen. Inzwischen wurden über 5000 Dauerkarten abgesetzt. Für die Partie gegen die Kickers am Samstag werden 9000 Fans erwartet. Und dann wurden auch noch vom Stadtrat in Heidenheim finanzielle Mittel für den Ausbau der Südtribüne mit dem Bau des Nachwuchsleistungszentrums bewilligt und in den Nachtragshaushalt aufgenommen. Bis spätestens Ende der Saison soll das Fassungsvermögen in der Voith-Arena dann 13 000 Zuschauer betragen.

Die Stuttgarter Kickers blasen nach den beiden vergebenen Elfmetern bei der Nullnummer gegen den SV Wehen Wiesbaden Trübsal. Schon in der Regionalliga-Meistersaison landeten drei Strafstöße nicht im gegnerischen Netz. Julian Leist, der erste Fehlschütze: "Ich schieße den Ball normal flach ins Eck. Ich hatte Rückenlage, und das Ding ging über das Tor." An einen personellen Nachschlag wird in Stuttgart nach nur einem Punkt aus zwei Partien nicht gedacht. Präsidiumsmitglied Guido Buchwald: "Die größere Qualität ist durch die Neuzugänge ersichtlich. Die Mannschaft kann in der Liga mithalten."

Der Stadtrivale VfB Stuttgart II kam mit dem 3:1 bei den Offenbacher Kickers zum ersten Saisonerfolg. Ausgerechnet die Schwachstellen zum Saisonauftakt waren nun tragend beim Premierendreier. VfB-Trainer Jürgen Kramny: "Die Spieler haben aus ihren Fehlern gelernt und müssen weiter so an sich arbeiten, dann wird man auch belohnt." Damit sprach er den fehlerlosen Auftritt von Torwart Odisseas Vlachodimos und den Dreifach-Torerfolg der Offensivabteilung mit Christoph Hemlein, Manuel Janzer und Soufian Benyamina an. Das baden-württembergische Derby am Samstag gegen den Karlsruher SC elektrisiert die Massen. Bisher wurden bereits 20000 Karten für das Hochsicherheitsspiel, das wegen der Fanrivalität im Daimlerstadion ausgetragen wird, abgesetzt.

Zweitligaabsteiger Karlsruhe (0:0 gegen Hallescher FC), der gerne dort stehen würde, wo derzeit die verlustpunktfreien Preußen Münster und VfL Osnabrück sind, wartet auf den ersten Saisonerfolg. Der heiß umworbene Mittelfeldakteur Hakan Calhanoglu wird wohl in Stuttgart noch im KSC-Trikot auflaufen. Er hält sich über seine Zukunft aber bedeckt. "Wenn, dann werde ich in die erste Liga wechseln", betont das 18-jährige Talent.

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