Die Spielmacherin

Nadine Keßler ist eine Schlüsselspielerin beim Frauen-Bundesligisten VfL Wolfsburg. Bei der EM vom 10. bis 28. Juli in Schweden möchte das "Pfälzer Mädchen" auch mit der DFB-Auswahl auftrumpfen.

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Aus ihrer "wahren Liebe" macht Nadine Keßler keinen Hehl. Stolz präsentiert die Fußball-Nationalspielerin des deutschen Meisters VfL Wolfsburg im Internet Fotos aus ihrer Kindheit - im Trikot sowie mit Schal und Mütze des 1. FC Kaiserslautern. "Ich bin ein Pfälzer Mädchen und war mit fünf oder sechs zum ersten Mal auf dem Betze", sagte die 25-Jährige: "Wenn du einmal in diesem Stadion warst, willst du gar nicht mehr Fan von einem anderen Verein sein."

Gestern allerdings hatte sie keinen Kopf für den FCK und dessen mögliche Rückkehr in die Bundesliga. Da bestritt sie das Champions-League-Finale gegen Olympique Lyon (bei Redaktionsschluss noch nicht beendet).

Nach der überragenden Saison mit den "Wölfinnen", in der Serienmeister Turbine Potsdam weder in der Bundesliga noch im DFB-Pokal-Finale eine Chance hatte, ist Keßler derzeit auf dem besten Weg, eine der prägenden Figuren im deutschen Frauenfußball zu werden - auch, wenn es lange nicht danach aussah.

Zwar galt die 1,69 Meter kleine Mittelfeldspielerin schon während ihrer Zeit beim 1. FC Saarbrücken als großes Spielmachertalent. Nach ihrem Wechsel zu Turbine (2009 bis 2011) verhinderten aber immer wieder langwierige Verletzungen den Durchbruch. In Wolfsburg kam der Erfolg umso schneller. Als Keßler ihren Vertrag bis 2014 verlängerte, sprach Trainer Ralf Kellermann von "einer Bestätigung dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Sie ist eine absolute Führungsspielerin".

"Bei Nadine sieht man, dass sie nun in Wolfsburg kontinuierlich arbeiten kann", sagte Bundestrainerin Silvia Neid. Beim Algarve-Cup im März machte Keßler im Verbund mit ihrer VfL-Teamkollegin Lena Goeßling das Fehlen der eigentlich gesetzten Simone Laudehr und Kim Kulig quasi aus dem Stand vergessen. Die DFB-Elf verlor zwar im Finale gegen die USA (0:2) - im Kampf um die Stammplätze für die EM 2013 in Schweden (10. bis 28. Juli) machte Keßler aber Boden gut. Ein Ende dieser Entwicklung ist nicht abzusehen, auch wenn Keßler das selbst nicht hören will.

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