DFB wählt neuen Präsidenten - Nur Grindel Kandidat

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Nach Monaten der schmerzhaften Enthüllungen um das WM-Sommermärchen von 2006 wählt der Deutsche Fußball-Bund einen neuen Präsidenten.

Beim außerordentlichen Bundestag in der Frankfurter Messe ist der bisherige Schatzmeister Reinhard Grindel am Freitag der einzige Kandidat auf die Nachfolge von Wolfgang Niersbach. Grindel war acht Tage nach dem Rücktritt Niersbachs wegen der WM-Affäre vom Amateurlager im November als Bewerber auserkoren worden.

Der Ligaverband, der die 36 Proficlubs im DFB vertritt, hatte erst in diesem Jahr seine Unterstützung für Grindel verkündet. Allerdings knüpft Ligapräsident Reinhard Rauball das Votum für den CDU-Politiker Grindel an dessen künftigen Einsatz für die Belange des Spitzenfußballs.

Im traditionellen Konflikt zwischen Basis und Profis setzt Grindel auf Dialog. Er wolle ein Mittler sein, betonte der 54-Jährige, der zum jüngsten DFB-Präsidenten der Nachkriegszeit gekürt werden wird. "Wir wissen, dass wir nur gemeinsam so stark sind und einander brauchen. Ich bin sicher, dass es weiterhin eine vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit geben wird", sagte Grindel.

Stimmberechtigt sind mehr als 250 DFB-Delegierte. Das Amateurlager stellt die absolute Mehrheit der Verbandsvertreter. Neben Grindel soll auch ein neuer Generalsekretär gewählt werden. Friedrich Curtius, bislang Büroleiter von Niersbach, ist der einzige Kandidat. Nachfolger von Grindel als DFB-Schatzmeister soll Stephan Osnabrügge werden.

Grindel kündigte an, die DFB-Bewerbung für die EM 2024 vorantreiben zu wollen. Bis zum nächsten ordentlichen Bundestag am 3. und 4. November in Erfurt sollen zudem die Grundlagen zur Einführung einer DFB-Ethikkommission gelegt werden. "Wir werden? unsere Kontrollmechanismen stärken und mehr Transparenz in die Abläufe und die Organisation bringen", versprach Grindel.

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