Club sauer auf Schiedsrichter Kinhöfer

Das 3:3 von Fußball-Bundesligist Hannover 96 gegen den 1. FC Nürnberg nach einem 0:3-Rückstand gehört zu den spektakulärsten Aufholjagden in der 51-jährigen Geschichte des Oberhauses. Einen noch höheren Rückstand holte nur der FC Bayern auf: Am 18.

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Das 3:3 von Fußball-Bundesligist Hannover 96 gegen den 1. FC Nürnberg nach einem 0:3-Rückstand gehört zu den spektakulärsten Aufholjagden in der 51-jährigen Geschichte des Oberhauses. Einen noch höheren Rückstand holte nur der FC Bayern auf: Am 18. September 1976 drehten die Münchner beim VfL Bochum sogar ein 0:4 bis zur 53. Minute binnen 22 Minuten in ein 5:4 und siegten letztlich 6:5. Insgesamt reichte vor Nürnbergs Einbruch in Hannover auch 36 anderen Teams ein Drei-Tore-Vorsprung nicht zum Sieg.

Für die Nürnberger war es besonders bitter. Der "Club", der noch immer auf seinen ersten Saisonsieg wartet, führte bis zur 87. Minute mit 3:1 - und gab den Dreier doch noch aus der Hand.

Der Schuldige war schnell gefunden: Schiedsrichter Thorsten Kinhöfer. Er hatte das 2:3 von Mame Diouf, der in der Nachspielzeit auch noch zum Ausgleich traf, trotz Abseitsstellung anerkannt. Innenverteidiger Per Nilsson schrie außer sich vor Wut den Schiedsrichter an. "Jedes Kind, jedes Baby im Stadion hat das gesehen. Wir sind um den Sieg betrogen worden", schimpfte auch Mittelfeldmann Mike Frantz.

Kein Nürnberger sprach jedoch über das eigene Unvermögen. Der Club hätte die Begegnung zu diesem Zeitpunkt längst schon entschieden haben müssen. Gleich zweimal hatte Nürnbergs Stürmer Daniel Ginczek die Entscheidung auf dem Fuß. Er traf nicht. Stattdessen trafen die beiden Diouf-Tore die Gäste ins Mark.

Nach der schwächsten Halbzeit dieser Saison schien der Job von Hannovers Chefcoach Mirko Slomka, der aus den vergangenen zehn Spielen nur einen Sieg vorweisen kann, akut gefährdet. Doch in der Pause hatte der 46-Jährige offenbar den richtigen Ton getroffen. "Wir haben uns in die Gesichter geschaut und gesagt, dass es nur einen Weg gibt: mit Kampf", sagte Leonardo Bittencourt, der mit seinem Anschlusstreffer den beherzten Endspurt erst ermöglichte.

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