Brisantes Finale

Der letzte Bundesligaspieltag 2013 hat es gleich für mehrere Trainer in sich: Mirko Slomka, Jens Keller und Robin Dutt helfen nur Siege wirklich weiter.

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"Zu Weihnachten gibt es bei uns immer Pute, Rotkohl und Knödel. Ich brauche nichts zu machen. Meine Schwiegermutter kocht - ich mag meine Schwiegermutter", sagt Robin Dutt, Werder Bremens schwäbischer Trainer. Bei Dutts daheim sollte das friedliche Weihnachtsfest also programmiert sein. Sportlich allerdings herrschen vor dem letzten Spieltag der Fußball-Bundesliga an diesem Wochenende für Dutt und weitere Trainer ziemlich unruhige Zeiten. "Wir sind mit 16 Punkten aus 16 Spielen in einer ernsten Situation, davor verschließt hier keiner die Augen", sagt Bremens Innenverteidiger Assani Lukimya. Deshalb fordert Dutt nach einem "Jahr mit viel Leid" als "Trostpflaster" für heute einen Heimsieg gegen seinen früheren Arbeitgeber Bayer Leverkusen.

Falls Mirko Slomka, der Coach von Hannover 96 heute auch beim SC Freiburg nicht punktet, drohen ihm ungemütliche Feiertage. "Ich gehe fest davon aus, dass ich auch 2014 noch 96-Trainer bin", sagt er trotz aller Sorgen. Sieben Auswärtsspiele, sieben Niederlagen und eine Tordifferenz von 5:18 - es könnte langsam eng werden. "Es gibt keine Trainerdiskussion bei Hannover 96 und kein Ultimatum für Mirko Slomka. Wir werden nach dem Freiburg-Spiel eine umfassende Analyse mache", lässt sich der mächtige 96-Präsident Martin Kind zitieren - sagt dann allerdings auch noch: "Ich denke, dieses Spiel sollte nicht verloren werden." Klingt so eine echte Arbeitsplatzgarantie?

Keine klare Rückendeckung hat auch Slomkas umstrittener Kollege Jens Keller vor dem Schalker Gastspiel bei dem in dieser Saison noch sieglosen 1. FC Nürnberg erhalten. Dort hat seinerseits der neu verpflichtete Gertjan Verbeek noch nichts vorzuweisen, meint jedoch trotzig: "Wir haben in den letzten sieben Wochen überragende Fortschritte gemacht." Aber zurück zu Schalke und Keller: "Ich will keine falschen Treueschwüre abgeben oder lügen", begründete dort Sportvorstand Horst Heldt die Verweigerung eines Bekenntnisses. Erst am Sonntag soll endgültig entschieden werden, ob Keller beim Rückrundenstart noch Trainer sein wird. Keller: "Ich gehe da mit einem guten und ruhigen Gefühl rein."

Da hat es Christian Streich bei Hannover-Gegner SC Freiburg doch gut: Obwohl bisher kein Heimsieg gelang und die Abstiegsgefahr groß ist, sitzt er fest im Sattel. Sportlich gibt er sich selbstkritisch: Der SC, auch in der Europa League ausgeschieden, habe "kein Pech in den Spielen" gehabt. "Spielerisch war es zu wenig - und dann auch punktemäßig zu wenig. Wir hatten allerdings auch mit enormen Widrigkeiten zu kämpfen." Streich wirbt auch um Verständnis: Verletzungen hätten die Breisgauer zurückgeworfen, und der Blick auf die Neuzugänge sei "unbefriedigend".

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