Blitze und Regen: Gladbach-Spiel fällt ins Wasser

Potzblitz. Ein Unwetter über Manchester verhinderte Mönchengladbachs Champions-League-Auftakt. Das Spiel bei ManU wird heute nachgeholt.

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Blitze zuckten im peitschenden Regen über Manchester, der Donner krachte am nachtschwarzen Himmel, zum Etihad Stadium ließ sich nur noch waten. Um 20.30 Uhr, 15 Minuten vor dem geplanten Anpfiff,  bekam Borussia Mönchengladbach Gewissheit: Das erste Champions-League-Spiel des Fußball-Bundesligisten bei Manchester City ist gestern Abend aufgrund der Gefährdung der anreisenden Zuschauer abgesagt worden. Es soll nun heute nachgeholt werden.

 „Für unsere Fans ist das bitter. Viele fahren am Mittwochmorgen nach Hause. Aber das Wetter lässt sich eben nicht beeinflussen“, hatte der Gladbacher Linksverteidiger Oscar Wendt Mitleid mit den mitgereisten Borussen-Anhängern.

Der Platz sei keine Katastrophe gewesen, „aber wenn es wegen der Sicherheit abgesagt wird, dann ist das eben so“, sagte Borussias Pressesprecher Markus Aretz. In der Kabine hatten sich die Spieler die Wartezeit mit Musik vertrieben.

Die Verantwortlichen hatten bis zuletzt für einen Anpfiff gekämpft – vergeblich. Zunächst sollte es eine Verschiebung um 30 Minuten geben, doch selbst das war angesichts des heftigen Gewitters nicht mehr zu machen. Bei der Platzbegehung hatte Schiedsrichter Björn Kuipers (Niederlande) den Ball auf den durchweichten Rasen fallen lassen – der Ball blieb liegen.

Gegen 18.30 Uhr Ortszeit (19.30 Uhr MESZ) hatte sich der Himmel über Manchester sehr schnell verdunkelt, es brach ein heftiges Gewitter los. Die Menschen flüchteten in jeden sich bietenden Unterstand, drängten sich bei Blitz und Donner in Bushaltestellen und unter Werbeschildern. Zum Stadion ließ sich nur noch waten, das Wasser stand überall knöchelhoch.

Im Stadion war kurz vor dem geplanten Anpfiff  nur der Auswärtsblock mit etwa 2000 Gladbach-Fans gefüllt, der Großteil der Zuschauer erreichte das Stadion nicht oder stand vollkommen durchnässt im Wind. Die wenigen, die es in dieArena geschafft hatten, wurden vom Stadionsprecher wieder nach Hause geschickt. Die Borussia-Spieler gingen zu ihren Fans, um sich zu verabschieden. An eine reguläre Austragung des Auftakt-Spiels der Champions-League war nicht zu denken. Von den Treppenaufgängen kamen den Zuschauern Sturzbäche entgegen, es war rutschig, immer noch peitschte der Regen.

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