Blatter hat nur noch einen Gegenkandidaten

Einer für alle statt alle chancenlos gegen den Einen: Fifa-Präsident Joseph S. Blatter muss sich bei seiner angestrebten Wiederwahl wahrscheinlich nur noch einem Gegenkandidaten stellen.

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Einer für alle statt alle chancenlos gegen den Einen: Fifa-Präsident Joseph S. Blatter muss sich bei seiner angestrebten Wiederwahl wahrscheinlich nur noch einem Gegenkandidaten stellen. Michael van Praag (67) und Luis Figo (42) haben sich offenbar auf einen gemeinsamen Rückzug geeinigt, um mit vereinten Kräften den jordanischen Prinzen Ali bin Al Hussein (39) zu unterstützen. Der dann einzig verbliebene Herausforderer des amtierenden Weltverbands-Chefs soll am 29. Mai wenigstens einen Achtungserfolg landen. "Unser gemeinsames Ziel ist es, eine Veränderung innerhalb der Fifa zu erreichen", teilte der niederländische Verband KNVB mit und bestätigte vorausgegangene "Diskussionen unter den Kandidaten über die Möglichkeit, die Kräfte zu vereinen".

Seit gut vier Monaten sammeln die drei Blatter-Herausforderer ordentlich Meilen und touren durch die 209 Fifa-Mitgliedsverbände. Bei der geheimen Wahl in Zürich braucht der Sieger mindestens 105 Stimmen (im zweiten Wahlgang) - öffentlichkeitswirksame Bekenntnisse gab es aber bislang nur für Blatter. Vor allem in Asien, Afrika (alleine 54 Stimmen), Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik genießt der 79-Jährige größtes Ansehen - trotz aller Skandale.

Die Gegner hoffen trotzdem. "Es ist gut, dass es eine wachsende, internationale Koalition gibt", schrieb der KNVB: "Darauf liegt unsere Konzentration. Es ist zu früh, um darüber zu reden, welcher Kandidat die größten Chancen hätte." Unterstützt wurden alle drei Gegner mehr oder weniger offen von der (Uefa), die seit Jahren die Oppositionsrolle in der krisengeschüttelten Fifa einnimmt.

"Bis zum Ende" weiterzumachen, hatte Prinz Ali angekündigt. Die Unterstützer hoffen bei dem 39-Jährigen, der bestens vernetzt ist, auf mehr Stimmen aus verschiedensten Kontinenten - auch wenn der noch junge Funktionär selbst aus Asien schon heftigen Gegenwind gespürt hatte.

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