Bernd Meiers Tod schockt nicht nur die "Löwen"

Trauer um einen Torwart. Bernd Meier erlag einem Herzinfarkt. Der frühere Münchner "Löwe" hatte zuletzt für den Deutschen Fußball-Bund gearbeitet.

|
Bernd Meier - so kannten ihn die Fußball-Fans. Eine Woche vor seinem Tod hatte er Ex-Klub Borussia Mönchengladbach noch besucht. Foto: Actionpress

Im Alter von 40 Jahren ist der ehemalige Fußball-Bundesliga-Torwart Bernd Meier gestorben. Meier, der zuletzt in Diensten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) stand, erlag gestern in Burgheim einem Herzinfarkt. Der Torhüter bestritt für 1860 München und Borussia Mönchengladbach insgesamt 94 Bundesligaspiele, hinzu kamen 85 Zweitliga-Einsätze für die Gladbacher und für LR Ahlen.

DFB-Generalsekretär Helmut Sandrock erklärte: "Wir sind fassungslos und in Gedanken bei seiner Familie. Bernd Meier habe ich als immer gut gelaunten Menschen und außerordentlichen Fachmann kennengelernt. Durch seine offene, freundliche Art war er im Team äußerst beliebt. Als Torwarttrainer hat er seine Erfahrung an die nächste Generation weitergegeben."

Vergangene Woche hatte Meier noch der Borussia einen Besuch im Trainingslager am Tegernsee abgestattet. Nach zwei Kreuzbandrissen hatte der Keeper seine Karriere im Anschluss an die Saison 2006/2007 beenden müssen. Seit August 2010 hatte er als Torwarttrainer Nachwuchs-Nationalmannschaften des DFB betreut.

In der Saison 2011/2012 feierte Bernd Meier mit den U-17-Junioren die Silbermedaille bei der Europameisterschaft in Serbien und den dritten Platz bei der Weltmeisterschaft in Mexiko.

"Die Nachricht von seinem plötzlichen Tod ist ein großer Schock für mich", sagte Borussias Sportdirektor Max Eberl: "Ich habe Bernd sowohl menschlich als auch sportlich unheimlich geschätzt." Eberl und Teammanager Steffen Korell hatten mit Meier zusammen bei der Borussia gespielt.

1860 München will bei seinem Zweitliga-Saisonauftakt am heutigen Samstag gegen Jahn Regensburg dem Ex-Torhüter gedenken und mit Trauerflor spielen. Meier wechselte 1993 als 21-Jähriger zu den "Sechzigern" und stand dort von 1994 bis 1998 im Tor. Unrühmliche Bekanntheit erlangte Meier am 11. April 1998 durch einen Lapsus im Derby gegen den FC Bayern: Als er einen abgefangenen Ball vom Boden abschlagen wollte, übersah er den im Rücken lauernden Bayern-Stürmer Carsten Jancker, der Bernd Meier den Ball vom Fuß klaute und ins leere Tor beförderte.

Abonnieren Sie das kostenlose Morning-Briefing aus der Chefredaktion
Damit starten Sie top informiert in den Tag. Außerdem im Newsletter: Die Wettervorhersage und die aktuelle Verkehrslage in der Region.
» zur Registrierung

Noch kein Kommentar

Schreiben Sie Ihren eigenen Kommentar

noch 3000 Zeichen
Mit Ihrem Kommentar akzeptieren Sie unsere Netiquette

Für registrierte Nutzer

Melden Sie sich an und schicken Sie Ihren Kommentar ab:

Für noch nicht registrierte Nutzer

Registrieren Sie sich kostenlos, um Ihren Kommentar abzuschicken:

Ich bin damit einverstanden, dass die Neue Pressegesellschaft mbH & Co. KG und ihre Tochterunternehmen mich schriftlich (per E-Mail oder Brief) oder telefonisch über ihre Medienangebote und kostenlose Veranstaltungen informieren dürfen. Meine Daten dürfen zu diesem Zweck gemäß den Bestimmungen des BDSG gespeichert, verarbeitet und genutzt werden. Die Einwilligung kann ich jederzeit widerrufen.
Ich bin mit den Datenschutzbestimmungen einverstanden. *

Bitte beantworten Sie noch die folgende Sicherheitsfrage:

neu laden
Content Management by InterRed GmbH Logo
weiter zur Startseite

Drama von Eislingen: Opfern die Kehle durchgeschnitten

Drei Tote in Eislinger Tiefgarage: Der mutmaßliche Täter hat seiner Noch-Ehefrau und deren Freund mit einem Küchenmesser die Kehle durchgeschnitten und sich offenbar durch einen Kopfschuss selbst getötet. weiter lesen