Aufsichtsrat des VfB Stuttgart warnt Trainer Luhukay

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In Stuttgart sorgt Coach Jos Luhukay derzeit für Aufsehen.  Foto: 

Der Aufsichtsrat des VfB Stuttgart hat mit Verärgerung auf den in die Öffentlichkeit getragenen Konflikt zwischen Sportvorstand Jan Schindelmeiser und Trainer Jos Luhukay reagiert.

Er sehe das "mit Sorge", sagte Aufsichtsratsmitglied Wilfried Porth im Namen des gesamten Kontrollgremiums. "Wir sind ganz klar der Meinung, dass wir hier verantwortliche Personen haben, die dieser Verantwortung auch gerecht werden müssen. Ich sage bewusst: Das gilt besonders für den Trainer", meinte der stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende des Fußball-Zweitligisten.

Luhukay und Schindelmeiser hatten nach der 1:2-Heimniederlage gegen den FC Heidenheim am Freitag keinen Hehl aus ihren unterschiedlichen Auffassungen über Spielertransfers und den Kader gemacht. Insbesondere auf die Neuzugänge Benjamin Pavard, Carlos Mané und Takuma Asano hatte Luhukay öffentlich sehr zurückhaltend reagiert.

Luhukay hatte zudem kritisiert, dass er im Kader Spieler aus 15 verschiedenen Ländern habe. "Im heutigen Profifußball kann es doch keine Entschuldigung mehr sein, dass Menschen unterschiedliche Sprachen sprechen. Bei uns in Sindelfingen arbeiten Menschen aus 145 Nationen. Wir bauen die besten Autos der Welt", konterte Mercedes-Personalvorstand Porth. "Es tut mir leid: Das ist für mich kein Kritikpunkt, den ich akzeptiere."

Porth forderte mit Blick auf den angestrebten direkten Wiederaufstieg in die Bundesliga, "dass der Vorstand zusammen mit dem angestellten Trainer dieses Schiff dorthin bringt, wo es hingehört". Zu dem Konflikt sagte er: "Der Trainer ist Angestellter des Vereins und sein Vorgesetzter ist der Sportvorstand. Das ist deren Aufgabe, das zu klären."

Stuttgart hat von den ersten vier Spielen bereits zwei verloren und steht in der Tabelle auf Platz neun. Der nächste Gegner am Samstag ist Schlusslicht 1. FC Kaiserslautern (13.00 Uhr).

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