Superstar Aubameyang trifft beim Afrika Cup und schimpft

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Gabuns Pierre-Emerick Aubameyang jubelt im Spiel gegen Guinea-Bissau über seinen Treffer zum 1:0. Foto: Sunday Alabama

Pierre-Emerick Aubameyang schritt mit finsterer Miene durch den Kabinentrakt in Libreville. Nach dem enttäuschenden  Auftakt für Gastgeber Gabun beim Afrika Cup hatte der Superstar von Borussia Dortmund keine große Lust auf Erklärungsversuche.

Beim übertragenden TV-Sender beIn-Sport hatte Aubameyang zuvor seinem Frust freien Lauf gelassen. „Das Spiel und das Resultat sind sehr enttäuschend für uns“, sagte der Stürmer nach dem 1:1 (0:0) gegen Außenseiter Guinea-Bissau.

Zwar hatte der Toptorjäger sein Land mit einem Tor (53. Minute) in Führung geschossen, jedoch verpasste er es später, mit einem Volley für das 2:0 und damit die Entscheidung zu sorgen. Stattdessen glich  Guinea-Bissau in letzter Minute durch einen Treffer von Juary Soares aus und vermieste dem Gastgeber den Auftakt. „Wir hätten den Freistoß, der zum Ausgleich führte, nicht zulassen dürfen. Das war schlecht verteidigt“, kritisierte Aubameyang, der die Defensivarbeit selbst weitgehend mied.

Nachdem auch Kamerun und Burkina Faso im zweiten Spiel die Punkte teilten (1:1), ergibt sich für den nächsten Spieltag bereits eine besondere Drucksituation. „Die nächsten beiden Vorrundenspiele wollen wir gewinnen. Wir sind schließlich der Gastgeber“, kündigte Gabuns Superstar Aubemeyang mit einer Portion Selbstbewusstsein an: „Wir müssen und werden aus diesem Spiel lernen.“ 

In der Gruppe B startete Favorit Algerien mit einem Remis in das Turnier. Das Team um den Schalker Nabil Bentaleb kam in Franceville nur zu einem 2:2 (1:2) gegen Außenseiter Simbabwe. Afrikas Fußballer des Jahres Riyad Mahrez traf doppelt für Algerien. Einen besseren Start erwischte Mitfavorit Senegal, die Westafrikaner gewannen 2:0 (2:0) gegen Tunesien. Liverpools Sadio Mané, Dritter bei der Wahl zu Afrikas Fußballer des Jahres, erzielte das 1:0.

Für Gabun galt die Eröffnungspartie gegen Guinea-Bissau als Pflichtsieg. Trainer José Antonio Camacho richtete den Blick trotzdem gleich nach vorne. „Jetzt haben wir eine Enttäuschung erlebt und müssen uns wieder aufrichten“, sagte der Spanier nach dem Remis vor 38 000 Zuschauern. Für die beiden „Endspiele“ gegen Burkina Faso und Kamerun versprach er dem euphorischen Publikum im  Gastgeberland die volle Leidenschaft. „Notfalls mit dem Einsatz von Zähnen und Fingernägeln“, kündigte Camacho an.

Das Team gilt trotz seiner Rolle als Ausrichter höchstens als Mitfavorit - mit einem Team bestehend aus einigen No-Names soll Aubameyang Gabun allerdings zum Titel führen. Auch für Nigerias Trainer und Afrika-Experte Gernot Rohr legte der Gastgeber einen holprigen Start hin. „Man hat dem Team den Druck des Gewinnen-müssens angemerkt“, urteilte Rohr. Bei dem bis 5. Februar dauernden Wettbewerb ist Gabun am Mittwoch (17.00 Uhr) gegen Burkina Faso zum zweiten Mal gefordert.

Afrika-Cup 2017

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