Chronologie der Verhandlungen zwischen DFB und Löw
Hamburg. Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Bundestrainer Joachim Löw sind auf die Zeit nach der WM in Südafrika vertagt worden. Die Deutsche Presse- Agentur dpa dokumentiert die Entwicklung der Verhandlungen zwischen dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) und Löw.
10. Oktober 2009:
Unmittelbar nach der geschafften Qualifikation für die Fußball- WM 2010 spricht sich DFB-Präsident Theo Zwanziger für eine Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Löw aus. «Ich werde ihn sicher nicht bedrängen. Aber von meiner Seite steht einer weiteren Zusammenarbeit nichts im Wege», sagt Zwanziger nach dem 1:0-Erfolg gegen Russland in Moskau.
12. Oktober 2009:
Bundestrainer Löw macht eine Vertragsverlängerung von einer weiteren Zusammenarbeit mit seinem kompletten Trainer- und Betreuerstab abhängig. «Das ist eine Grundvoraussetzung, mit dem Stab bin ich ja sehr zufrieden», sagt er den Zeitungen «Die Welt» und «Hamburger Abendblatt». Zu den Löw-Kollegen gehören unter anderen Assistent Hansi Flick, Torwartrainer Andreas Köpke, Teammanager Oliver Bierhoff sowie Fitnesstrainer und Psychologe Hans-Dieter Hermann.
13. Oktober 2009:
Löw zeigt sich von einer angebliche Offerte des türkischen Verbandes überrascht und weist das Thema deutlich zurück. «Es sind keine Angebote eingegangen», erklärt er in Hamburg.
14. Oktober 2009:
Präsident Zwanziger sieht den DFB bei den Verhandlungen um einen neuen Löw-Vertrag nicht unter Zeitdruck - und auch der Bundestrainer will nicht im Schnellverfahren verlängern. «Das ist im Moment das Unwichtigste. Es besteht menschlich ein starkes Vertrauensverhältnis zwischen Joachim Löw und der DFB-Spitze. Wir haben in den nächsten Monaten viel vor auf dem Weg zur WM. In dieser Zeit werden wir uns irgendwann zusammensetzen», sagt Zwanziger der dpa.
16. Dezember 2009:
(Vermeintlich) schönes Weihnachtsgeschenk für Fußball-Deutschland: DFB-Präsident Theo Zwanziger verkündet, mit Joachim Löw einen neuen Vertrag bis 2012 vereinbart zu haben. «Für uns stand nie infrage, dass wir mit dem Bundestrainer weiterarbeiten wollen. Ich bin froh, dass wir uns per Handschlag auf eine Vertragsverlängerung einigen konnten und nun in Ruhe ins WM-Jahr gehen können», sagte Zwanziger.
21. Dezember 2009:
Nach entstandenen Irritationen über das Zustandekommen des neuen Kontraktes, der offiziell erst zu Beginn des WM-Jahres 2010 abgeschlossen werden soll, sagt Löw dem «kicker: «Es gibt keine Zweifel, sondern von beiden Seiten die ganz klare Bereitschaft, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen.»
3. Februar 2010:
Showdown in der DFB-Zentrale: Vier Monate vor WM-Beginn will der DFB endlich Nägel mit Köpfen und die Vertragsverlängerung mit Bundestrainer Löw bis 2012 perfekt machen. Einen Tag nach Löws 50. Geburtstag sollen bei einer außerordentlichen Präsidiumssitzung die Kompetenzstreitigkeiten um die U-21-Auswahl zwischen dem Bundestrainer und Nationalmannschafts-Manager Bierhoff auf der einen sowie Sportdirektor Matthias Sammer auf der anderen Seite ausgeräumt werden.
4. Februar 2010:
Überraschung in der DFB-Zentrale: Die Verhandlungen über eine Vertragsverlängerung von Löw sind überraschend auf die Zeit nach der Weltmeisterschaft in Südafrika vertagt worden. «Grundsätzlich sind weiterhin beide Seiten an einer Fortsetzung der guten Zusammenarbeit interessiert, aber bei wichtigen inhaltlichen Aspekten konnten wir uns nicht einigen», erklärt Zwanziger nach einer Präsidiumssitzung.
9. Februar 2010:
Harmoniegipfel in der DFB-Zentrale: Nach tagelangem Hickhack verkünden die Verbands-Spitze und die sportliche Leitung der Nationalmannschaft das Ende ihres Streits. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach betont: «Die Chose ist vorbei.» Die Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung des Bundestrainers sollen indes erst nach der WM wieder aufgenommen werden. Vorher würde es nach den jüngsten Vorkommnissen «keinen Sinn» machen, erklärt DFB-Präsident Theo Zwanziger. Löw ergänzt: «Nach der WM wird man dann sehen.»
Weitere Artikel:
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09.02.2010
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DFB-Präsident Theo Zwanziger (l) und Bundestrainer Joachim Löw in Frankfurt am Main.
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