1860 München gewinnt Derby in Nürnberg

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Wenige Minuten zuvor hatte der Nürnberger Angreifer Guido Burgstaller wegen wiederholten Foulspiels die Gelb-Rote Karte gesehen (73.). Vor 30 635 Zuschauern hatte Stürmer Sascha Mölders die offensiv auf- und eingestellten "Löwen" erstmals in Führung gebracht (11.). Der vom Bundesligisten FC Augsburg verpflichtete Angreifer Tim Matavz konnte in seinem ersten Punktspiel für den "Club" ausgleichen (17.).

"Wenn's nicht läuft, dann läuft's nicht", kommentierte der neue "Club"-Trainer Alois Schwartz im TV-Sender Sky. Die Gelb-Rote Karte sei "sehr fragwürdig" gewesen - und zugleich der Knackpunkt im Spiel. Der Coach bemängelte die Chancenverwertung: "Wenn man mal die Seuche am Schuh hat, dann hat man die Seuche."

"Wir haben gewonnen, das ist immer das Wichtigste. Ein guter Tag einfach", sagte Torschütze Mölders, der von 1860-Trainer Kosta Runjaic ein Sonderlob bekam: "Ich freu' mich riesig für den Sascha - heute hat er ein Riesenspiel gemacht. Heute Abend hat er seinen Job so gemacht, wie wir uns das vorstellen."

Der FCN bleibt damit unter Schwartz mit nur zwei Punkten sieglos. 1860 München kann sich mit sieben Zählern nach oben orientieren. An einem schönen Sommerabend war das Tempo in der Partie lange hoch, vor allem in der ersten Spielhälfte gab es viele aufregende Torszenen. Einen Schuss von Edgar Salli konnte 1860-Torwart Jan Zimmermann an den Pfosten lenken (29.). Kurz vor Schluss wehrte Zimmermann zudem einen Schuss von Cedric Teuchert reaktionsschnell ab (89.).

Beide Mannschaften mussten einen hochkarätigen Ausfall verkraften. Bei Nürnberg musste Stammkeeper Raphael Schäfer wegen Knieproblemen durch Thorsten Kirschbaum ersetzt werden. Und 1860 muss einige Wochen ohne den am Knie verletzten Kapitän Stefan Aigner auskommen. Beide Trainer setzten auf Offensive. Richtig stark begannen die "Löwen", bei denen sich die Umstellung des Systems auf eine Doppelspitze auszahlte. Auf Vorarbeit von Ivica Olic erzielte Sturmpartner Mölders das 0:1.

Der "Club" schlug zurück. Kapitän Miso Brecko kämpfte sich im Mittelfeld nach vorne und bediente Matavz, dessen Distanzschuss saß. Der vom FC Augsburg verpflichtete Torjäger hätte postwendend nachlegen können, scheiterte aber an Zimmermann (18.).

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