Zwei Tage vor Saisonstart klemmt es im Sturm

Sechs Topspieler für fünf Positionen – das Mittelfeld ist das Glanzstück des SSV Ulm 1846, der am Samstag in die Oberliga-Saison startet. Keine echte Wahl hat Trainer Stephan Baierl dagegen im Sturm.

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Neues Spiel, neues Glück. Am Samstag (17 Uhr) beginnt für den SSV Ulm 1846 Fußball mit der Begegnung bei Aufsteiger SV Oberachern die neue Oberliga-Saison.

In acht Testspielen (fünf Siege, zwei Unentschieden, eine Niederlage, 25:7 Tore) und bei der WFV-Pokal-Zweitrundenbegegnung in Weilheim (2:0) hat sich das Team von Trainer Stephan Baierl auf die neue Runde vorbereitet. Herausragend waren das 2:1 gegen Drittligist VfB Stuttgart II und das 3:3 gegen den französischen Erstligisten Stade Rennes. Allerdings lassen solch erfreuliche Resultate gegen spielstarke Mannschaften nicht unbedingt Rückschlüsse für den Punktspielalltag zu. In der Oberliga wird in der Regel ein anderer, sprich körperbetonterer Fußball praktiziert.

Mit zwölf Neuzugängen und zehn Abgängen war die Fluktuation im Kader recht groß. Das meiste Aufsehen erregte die Rückkehr von Zweitliga-Profi Alper Bagceci (1. FC Heidenheim) zu seinem Stammverein. Möglich wurde dies, weil ein hiesiges Geldinstitut Bagceci eine berufliche Zukunft bietet. Das Zusammenspiel zwischen der regionalen Wirtschaft und der neuen Vereinsleitung, das auch bei der Verpflichtung von Florian Krebs zum Tragen kam, ist ein Stützpfeiler der neuen Vereinspolitik. Von den Abgängen schmerzt die Spatzen Johannes Ludmanns Wechsel zum bayerischen Regionalligisten FV Illertissen sportlich am meisten.

Noch sind, zwei Tage vor Saisonstart, nicht alle Punkte geklärt. Den bislang recht großen Kader von 27 Spielern will Baierl heute auf 20 bis 22 Mann reduzieren. Offen ist auch die Kapitänsfrage und die Zusammensetzung des Spielerrats, die der SSV-Coach ebenfalls heute bestimmen will. Wer Kapitän wird, hängt maßgeblich auch mit der Torhüterfrage zusammen. Die Mannschaftsteile im Teamcheck.

Tor: Um den Stammplatz kämpfen Holger Betz und der zuletzt verletzte Marian Fedor, der seit dieser Woche wieder voll mittrainiert. „Sportlich liegen beide auf einem Niveau“, so Baierl.

Abwehr: Hier gibt es im Vergleich zur letzten Saison die größten Veränderungen. Gesetzt als Innenverteidiger sind die Neuzugänge Krebs und Michael Passer (je 1,93m), die mit ihrer Kopfballstärke eine Schwäche aus der letzten Saison beheben sollen. Auf den Außenpositionen hat Baierl viel experimentiert. Rechts hat momentan Robert Henning die Nase vorn, links Benjamin Sturm. Doch auch Kai Wagner (18), die Entdeckung der Vorbereitung und ein Spieler mit feiner Klinge, darf sich Chancen ausrechnen.

Mittelfeld: Das momentane Glanzstück der Spatzen: Mit den Strategen Bagceci, Antonio Pangallo, Marco Hahn und Bastian Heidecker sowie den wuseligen und unberechenbaren Burak Coban und Denis Werner stehen Baierl sechs Trümpfe für fünf Positionen zur Verfügung. „Hier habe ich die Qual der Wahl. Wir sind auf diesen Positionen sehr variabel und können uns auf den jeweiligen Gegner einstellen“, freut sich Baierl.

Sturm: So groß die Auswahl im Mittelfeld, so klein im Sturm, wo David Braig die klare Nummer eins ist. Doch was folgt dahinter? Der momentan noch nicht fitte Serdar Özkaya kommt über die Jokerrolle nicht hinaus, für Dominic Trautmann ist der Sprung zu groß, der verletzte Miguel Malheiro fällt noch länger aus. In Oberachern wird A-Junior Toni Carfagna die einzige Alternative auf der Bank sein. Daher hält der SSV 46 Fußball weiterhin nach einem neuen Stürmer Ausschau.

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