Zwei Schwaben in Hessen

Für Daniel Reith und Nikola Trkulja ist die morgige Regionalligapartie des TSV Steinbach beim SSV Ulm 1846 Fußball eine Rückkehr in die alte Heimat.

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    Kam aus Neustrelitz nach Steinbach: Nikola Trkulja. Foto: 
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    Über Koblenz in Hessen gelandet: Daniel Reith. Foto: 
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Kein Erbarmen, wenn die Hessen kommen – auch wenn bei denen zwei ehemalige Spatzen besonders im Fokus stehen. Das Navi können sie im Mannschaftsbus ausschalten, wenn der TSV Steinbach als aktueller Tabellenfünfter der Fußball-Regionalliga zur Partie gegen den SSV Ulm 1846 Fußball am morgigen Freitag (Anpfiff: 19 Uhr) anreist. Mit Daniel Reith (28) und Nikola Trkulja (25) sind bei den Hessen zwei an Bord, die sich rund ums Donaustadion bestens auskennen.

Im Jahr 2014 spielten beide noch gemeinsam in der Friedrichsau, ehe Reith zur TuS Koblenz und Trkulja zur TSG Neustrelitz frustriert den SSV 46 verlassen hatten. Vor der zurückliegenden Saison wechselte Reith dann zum damaligen Regionalligaaufsteiger TSV Steinbach. In der Winterpause kam Trkulja zusammen mit mehr als einem Dutzend neuer Spieler zu den Hessen.

Trainer Thomas Brdaric stellte nach seinem Amtsantritt im Oktober 2015 bei dem Liganeuling personell alles auf den Kopf und sicherte am Ende einer starken Rückrunde (27 Punkte) mit dem zwölften Tabellenplatz den Klassenerhalt. Ex-Profi Brdaric, der gerne höhere Ziele angegriffen hätte, musste zu Beginn dieser Runde seinen Platz für Matthias Mink räumen, der nach zweieinhalb Jahren bei Hessen Kassel zu dem 900 Einwohner zählenden Dorfklub kam, der in einem Stadtteil von Haiger unweit der Grenze zu den Bundesländern Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz angesiedelt ist.

Für Reith und Trkulja steht am Freitag eine Begegnung mit der Vergangenheit an. „Wenn man nach Hause kommt, ist es nicht wie jedes andere Spiel. Meine Familie ist nach wie vor hier, es gibt viele Verbindungen“, sagt Reith, der mit mehr als 150 Einsätzen über reichlich Regionalligaerfahrung verfügt. Vor allem mit Johannes Reichert und Christian Sauter von den Spatzen hat er noch regelmäßige Kontakte. „Das wird schon ein besonderes Spiel für mich“, betont der Abwehrmann, „man kennt so viele Gesichter und begegnet sich nun wieder. Das bringt eine Menge Emotionen und Gefühle mit sich.“

Auch Mannschaftskollege Trkulja will sich natürlich in der alten Heimat besonders anstrengen. „Ich freue mich auf dieses Spiel“, sagt der 25-Jährige, der mit Olcay Kücük, Vinko Sapina und Reichert schon bei den Bambini des SSV 46 zusammen gespielt hat.  Freundschaftsgeschenke wird es von den beiden Rückkehrern aber am Freitag wohl keine geben, wenn sie erstmals im Donaustadion gegen ihren früheren Klub antreten, bei dem sie die ersten Fußballschritte unternommen haben.

Dem SSV 46 Fußball wollen sie es mit ihrem Team, das seit fünf Spielen ungeschlagen ist, so schwer wie möglich machen. Nach drei schmerzlichen Niederlagen hintereinander will die Mannschaft von Trainer Stephan Baierl indes mit einer Trotzreaktion endlich wieder auf die Erfolgsspur einbiegen.

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