TSV Blaustein holt Meister-Double

Das Meister-Double hatte beim TSV Blaustein niemand auf dem Papier. Auf den Titelgewinn der Reserve in der Fußball-Kreisliga B Staffel IV war dort aber insgeheim doch spekuliert worden.

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Meister TSV Blaustein-2  Foto: 
Der TSV Blaustein hat sich in Sachen erfolgreicher Jugendarbeit inzwischen zur Nummer drei im Bezirk hinter dem SSV Ulm 1846 Fußball und dem TSV Neu-Ulm gemausert. Die C-Junioren spielen um den Aufstieg in die Landesstaffel, die B-Junioren haben den Sprung in die Verbandsstaffel im Visier, wenn auch die A-Junioren gerade aus der Verbandsstaffel abgestiegen sind. „Das ist die Zukunft des Vereins. Dieser Unterbau soll erhalten bleiben. Und mit dem Aufstieg der zweiten Mannschaft in die Kreisliga A herrscht nun ein anderer Anspruch“, sagt Ralf Schütze, neben Jürgen Schneider Mitglied des Abteilungsleitungs-Duos der Blausteiner. Anders ausgedrückt: Talente lassen sich in der Kreisliga A/Donau mit der Perspektive auf einen Sprung in die Landesliga-Garnitur einfacher halten als in den qualitativ zweifelhaften Niederungen der Kreisliga B/IV. „Die Kreisliga A ist der ideale Unterbau, wenn die erste Mannschaft in der Landesliga bleibt“, ergänzt Bezirksliga-Meistertrainer Peter Passer, der mit dem Titel der Ersten das Double für den TSV Blaustein perfekt gemacht hatte.

Die Feierlichkeiten fielen nach dem 6:3 der Zweiten gegen die SSG Ulm 99 II fünf Wochen vor Rundenende mit angezogener Handbremse aus. Nach der einzigen Niederlage mit dem 0:3 gegen den TSV Blaubeuren II am 29. März legte das Team mit zehn Siegen in Serie (36:4 Tore) einen bemerkenswerten Schlussspurt hin. Mit 13 Punkten Vorsprung auf den TSV Langenau II unterstrich es seine Ausnahmestellung. Erst als auch in der Bezirksliga der große Wurf am vorletzten Spieltag gelungen war, brachen bei beiden Teams alle Dämme. „Es gibt bei uns eigentlich keine erste und zweite Mannschaft. Das sind nur Fußballer, die im richtigen Moment die richtige Einstellung haben“, betont Passer.

Zusammen mit dem Blausteiner Trainerurgestein Zarko Perisa leitete er die Übungseinheiten des Gesamtkaders. „Es gab und gibt bei uns keine Trennung. Der breite Kader hat sich bezahlt gemacht“, sagt Perisa. Die einzigen Konstanten in der Aufstellung waren die beiden Innenverteidiger Patrick Erhardt und Bastian Bischof. Perisa: „Wir hatten jeden Sonntag eine andere Ausrichtung.“ Allerdings konnte auch aus einem Reservoir von 40 Akteuren geschöpft werden. Bestimmt 30 Kicker hatte Perisa während seiner Zeit als Trainer in der Juniorenabteilung schon unter seinen Fittichen. „Die Identifikation mit dem Verein ist da natürlich sehr groß“, erklärt Schneider. Deswegen bleibt der Kader fast unverändert. Verteidiger Fatih Bozdogan steht wegen seines Umzugs nach Memmingen als einziger Spieler dauerhaft nicht mehr zur Verfügung. Maik Schäfer ist beruflich die nächsten zwei Jahre in Singapur. Personeller Zuwachs kommt nur von den eigenen A-Junioren. Fracksausen herrscht aber nicht vor der neuen Herausforderung in der Kreisliga A.
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