SV Tiefenbach gut gestärkt auf Höhenflug

Der SV Tiefenbach mischt in der Fußball-Bezirksliga überraschend vorne mit. Hausmannskost gibt’s nicht auf dem Platz, sondern vom Vorsitzenden Winfried Klöckler.

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Christoph Schregle, hier noch als FVS-Trainer.  Foto: 

Klubvorsitzender Winfried Klöckler ist die gute Seele des Fußball-Bezirksligisten SV Tiefenbach. Nach jeder Mannschaftssitzung organisiert er für die Kicker ein Vesper im vom Verein selbst bewirtschafteten Klubheim. Rindsrouladen, Leberkäse, Debreziner, Pizza, Wienerle und Wurstsemmeln scheinen wahre Wunder zu bewirken: Die Spieler von Trainer Christoph Schregle sind völlig überraschend schärfster Verfolger von Titelfavorit Türkspor Neu-Ulm. „Der Winfried lässt sich da nicht lumpen und ist auch sonst immer für die Spieler da“, sagt Schregle.

 Seit der ehemalige Spieler des SSV Ulm 1846 vor mehr als drei Jahren das Kommando beim SVT übernommen hat, geht es bergauf. Nach Platz zwei in der Kreisliga A/Iller 2014 und dem Titel zwölf Monate später gelang in der ersten Tiefenbacher Bezirksligarunde seit 1990 am letzten Spieltag der Klassenerhalt. Gegner im Juni beim 3:1-Sieg war der FC Neenstetten, bei dem Tiefenbach am Sonntag (15 Uhr)  antritt.

Schwäbische Hausmannskost

„Viele junge Spieler haben eine Wahnsinnsentwicklung genommen“, freut sich der 40-jährige Versicherungskaufmann aus Witzighausen. Zudem haben Rückkehrer Simon Zweifel, Ole Hansen (beide vom FV Illertissen II)  und Julian Eisele (FV Bellenberg) die Abgänge von Kai Reinert (SpVgg Au), Joachim Zweifel und Matthias Abröll (beide Karriereende) sehr gut kompensiert. Dazu hat der erfolgreiche Saisonstart für eine breite Brust bei den Tiefenbachern gesorgt. „Die guten Ergebnisse haben das Selbstvertrauen gefördert. Jetzt sind die Spieler mit einer anderen Überzeugung auf dem Platz“, weiß Schregle: „Wir spielen aber am oberen Limit.“

 Mögliche Ambitionen in Richtung Landesliga weist der Trainer jedoch ins Reich der Fabel. Dauerhaft wird der Emporkömmling Kalibern wie Türkspor Neu-Ulm wohl noch nicht das Wasser reichen können. Schregle: „Die Punkte, die wir haben, sind ein Polster im Kampf um den Klassenerhalt. Die Jungs haben aber das Potenzial, zukünftig  in der Landesliga zu spielen. Jetzt käme das aber noch zu früh.“ Wobei sie im Fall der Aufstiegssensation im 2000-Seelen-Stadtteil von Illertissen nicht nein sagen  würden.  Für das dann fällige Festmahl wäre dann wieder Winfried Klöckler mit seiner schwäbischen Hausmannskost zuständig. Sterneköche mit Drei-Gänge-Menüs können den Tiefenbacher Kickern gestohlen bleiben.  Schregle: „Die Jungs wollen lieber Winfrieds Vesper.“

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