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Auch Spatzen-Gegner Alzenau permanent am Ball - Rodriguez will bleiben

Wann sind Fußballer im Stress? Ganz sicher, wenn sie neun Spiele in 28 Tagen runterreißen - wie der SSV 1846. Oder sechs Spiele in 18 Tagen - wie Bayern Alzenau. Heute treffen sich die beiden in Ulm zum Stress-Test.

RÜDIGER BERGMANN |

Paul Sauter rotiert nicht. Weder wenn er an die schwerfällige Leistung der Spatzen vom 0:3 gegen Kassel denkt - noch wenn er seine Startelf fürs Heimspiel am Samstag gegen Bayern Alzenau (14 Uhr - Liveticker auf swp.de) auswählt. Der Trainer des Fußball-Regionalligisten SSV 46 weiß, dass die Regeneration in englischen Wochen zu kurz kommt - aber er weiß auch, dass sich seine Auserwählten noch nicht mit Haut und Haaren vom Thema Abstieg verabschiedet haben.

Daher lässt Sauter, dessen Team gerade in einer Intensiv-Phase mit neun Partien in 28 Tagen steckt, die aktuell schlagkräftigste Truppe ran. Unabhängig davon, dass bereits am Dienstag um 18.30 Uhr das eminent wichtige Pokal-Halbfinale beim Landesliga-Tabellenführer Neckarsulmer SU wartet (18.30 Uhr).

Was bedeutet: Der eine oder andere muss auf die Zähne beißen. Sebastian Griesbeck tut dies klaglos. Trotz hartnäckiger Probleme mit der Bandscheibe und einem gereizten Knie. Auch die Zukunftsplanung wird für den 22-Jährigen zum Dauerthema. Die Spatzen hoffen, dass er seine bis 2014 dauernde Ausbildung zum Versicherungs-Kaufmann abschließt und deshalb einen neuen Ein-Jahres-Vertrag unterschreibt. Aber die konkrete Aufmerksamkeit höherklassiger Klubs (vor allem Drittligist 1. FC Heidenheim) hat zumindest Paul Sauters Zeitplan schon mal über den Haufen geworfen. Der Trainer-Präsident hatte gehofft, an Ostern Vollzug bei Griesbeck vermelden zu können.

Ohnehin sind die generellen Zukunftsplanungen beim SSV 46 nicht zuletzt aus privaten (sprich: gesundheitlichen) Gründen ins Stocken geraten. Dabei gibt es allein im Spielerkader außer Griesbeck noch weitere Baustellen zu schließen. Auch der Vertrag von Fabio Kaufmann läuft beispielsweise aus - ebenso wie bei den ausländischen Akteuren.

Ruben Rodriguez, der sich mit seiner Freundin ebenso wohl fühlt wie Torhüter Ruyman Fernandez (ihm will Sauter irgendwann Spielpraxis gönnen), bleibt vermutlich in Ulm. Bei Ayoze Perez als drittem Spanier, der sich auf Lanzarote von seinem Arbeitgeber ein Jahr freistellen ließ, wäre es keine Überraschung, wenn er im Sommer in die Heimat zurückkehrt. Der Franzose Elyes Seddiki, der seit Sauters Rückkehr als Coach ähnlich aufblüht wie in der vergangenen Oberliga-Meisterrunde, kann sich ein Bleiben in Ulm durchaus vorstellen. Allerdings hatte Seddiki im Sommer eine interessante Offerte des französische Erstligist AC Ajaccio vorliegen, für die er sich erst nach langem Überlegen nicht erwärmen mochte.

Mit Yannick Agro und Moussa Touré stürmen heute gegen Alzenau zwei französische Landsleute von Seddiki für die Spatzen. Touré war es, dem im Hinspiel in der 87. Minute der späte Ausgleich zum 1:1 gelang. "Wenn uns solche Missgeschicke nicht so oft passiert wären, würden wir wahrscheinlich dort stehen, wo die Ulmer jetzt sind", sagt Gäste-Trainer Marco Roth.

Sein Team, zehn Zähler hinter dem SSV 46, ist derzeit ähnlich stramm beansprucht wie Sauters Ensemble: Sechs Spiele in 18 Tagen - wobei auch Bayern Alzenau noch im (hessischen) Landespokal mitmischt. Mal sehen, wer heute beim Stress-Test im Donaustadion den frischeren Eindruck hinterlässt.

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